50 Familien leben offenbar auf verseuchtem Boden

Bild: Fotolia/Symbolbild

Teer tritt aus dem Boden und das Grundwasser riecht nach Benzin. Insgesamt 50 Familien leben in Angern an der March im niederösterreichischen Bezirk Gänserndorf offenbar auf verseuchtem Boden. Es handelt sich dabei um Altlasten einer längst geschlossenen Teerfabrik.

Das Wohngebiet befindet sich auf einem rund 11,2 Hektar großen Areal, auf dem sich von 1860 bis 1924 eine Teerfabrik sowie eine Fabrik für Holzimprägnierungsmittel befanden. Der Boden ist voll mit sogenannten polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), sowie Arsen, Blei, Quecksilber, Cadmium und Zinn.

Grundwasser verseucht

Das Grundwasser ist mit Naphtalin vergiftet. Laut einer Gemeindeverordnung aus dem Jahr 2012 darf es weder fürs Gießen noch für das Befüllen von Schwimmbädern verwendet werden. Die Schadstoffmengen im Boden sind so groß, dass mittel- bis langfristig keine Vebesserung  zu erwarten sei, erklärte das Umweltbundesamt.

Die Wahrscheinlichkeit langfristiger gesundheitlicher Schäden für die ansässigen Familien sei dementsprechend hoch. Die Bewohner der Marchfeld-Gemeinde verlangen nun die sofortige, umfassende Sanierung des betroffenen Gebiets.

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