ORF prüft Frauenquote für Sendungen

Das ORF-Zentrum am Wiener Küniglberg.
Das ORF-Zentrum am Wiener Küniglberg.Bild: picturedesk.com
Vorbild ist die britische BBC: Im Schweizer Fernsehen sollen künftig mindestens so viele Frauen wie Männer auftreten. Der ORF überlegt derzeit noch.
Mit der "50:50"-Initiative hat die britische BBC vor mehr als einem Jahr ein Projekt gestartet, das eine 50-prozentige Vertretung der Frauen in Sendungen erreichen soll. Auch das Schweizer Fernsehen SRF will in seinen Programmen einen Frauenanteil von 50 Prozent erreichen.

SRF-Sprecher Andrea Di Meo betont gegenüber dem "Heute.at"-Schwestermedium "20 Minuten", dass sich das Projekt noch im Anfangsstadium befinde. Die Teilnahme am Projekt basiere für die Sendungen wie bei der BBC auf freiwilliger Basis.

Das sagt der ORF

Und der österreichische öffentlich-rechtliche Rundfunk? "Das Projekt 50:50 der BBC kennen wir und es wird gerade ORF-intern erhoben und überlegt, ob und wie ein vergleichbares im ORF möglich wäre", heißt es auf Anfrage von "Heute.at".

CommentCreated with Sketch.7 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. "Im Auftrag der Gleichstellungsbeauftragten wird seit vier Jahren jährlich eine Programmanalyse für ausgewählte Sendungen (TV und Radio) durchgeführt", heißt es weiter. Diese Evaluierungen werden im Hinblick auf Genderaspekte getätigt und den Redaktionen zur Verfügung gestellt. Dazu kommen Schulungen von Sendungsverantwortlichen und Redaktionen.

Gleichstellung ist außerdem im ORF-Gesetz verankert. Dort ist auch ein Frauenanteil von 45 Prozent als Ziel festgehalten. Mit dem Stichtag 31. Oktober 2018 beträgt die Quote im Unternehmen insgesamt 44,2 Prozent. Maßnahmen dazu sind im Gleichstellungsplan definiert, der alle zwei Jahre aktualisiert wird. (lu/daw)



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