Am Dienstagabend gellten laute Schreie durch die Walfischgasse in der Wiener City. Der Grund: Eine Pro-Palästina-Demo mit mehreren Dutzend Teilnehmern und ausgestattet mit Megafonen brüllte auf Höhe des Stadttheaters Parolen gegen Israel, schwenkten Banner und Palästina-Fahnen. Gegenüber: Eine Person mit einer Israel-Flagge als stummer Gegenpol.
Wie "Heute" erfuhr: Der Protest richtet sich offenbar gegen die Verleihung des Arik-Brauer-Publizistikpreises 2025 – beziehungsweise gegen die Preisträger.
Bei der Verleihung wurden am Dienstagabend der ORF-Korrespondenten Nikolaus Wildner für seine Berichterstattung über Israel und den Nahen Osten, der Schriftsteller Karl-Markus Gauß für sein "Plädoyer gegen israel-bezogenen Antisemitismus und Bekenntnis zu Israels Recht auf Selbstverteidigung" sowie die Politikerin Karoline Preisler für ihren Einsatz gegen Rechtsextremismus, Islamismus und Antisemitismus ausgezeichnet.
Videos zu einem späteren Zeitpunkt zeigten, wie sich immer mehr Menschen mit Palästina-Fahnen versammelten – auf der gegenüberliegenden Straßenseite stand weiterhin ein Mann, der eine Israel-Fahne in die Höhe hielt.
Auf "Heute"-Nachfrage bestätigte die Pressestelle der Wiener Polizei die Demonstration und den Zusammenhang mit dem Arik-Brauer-Publizistikpreis.
Brisant: Der Protest fand zudem vor einem kleinen israelischen Tee-Lokal in der Straße statt – dürfte deshalb auch Gäste verunsichert oder in Angst versetzt haben.