50-Jährigen in Hotel angezündet, Mord-Prozess startet

Bei dem Zimmerbrand wurde ein Hotelgast so schwer verletzt, dass er starb.
Bei dem Zimmerbrand wurde ein Hotelgast so schwer verletzt, dass er starb.BF Linz
Am Montag startet der Mord-Prozess gegen drei Letten. Sie sollen einen 50-Jährigen bewusstlos geschlagen und angezündet haben.

27,5 Stunden, verteilt auf drei Tage – so lange soll der Prozess gegen drei Letten (48 -52) am Linzer Landesgericht dauern. Sie sollen ihren Komplizen (50) im Hotel "Mama Muh" in der Linzer City bewusstlos geschlagen und dann angezündet haben. Das Opfer konnte noch von zwei Polizisten aus dem brennenden Zimmer befreit werden, starb jedoch rund sechs Wochen später in einem Spital.

 Den drei Männern (es gilt die Unschuldsvermutung) droht wegen Mord und Brandstiftung lebenslange Haft. Der Prozess startet am Montag, zwei Tage danach soll ein Urteil fallen.

Die Beschuldigten zeigten sich bis zum Schluss sehr unkooperativ und nicht geständig. Dabei liest sich die Anklageschrift wie das Script eines Horrorfilms.

Demnach sollen die drei Männer mit ihrem späteren Opfer in der Nacht zum 23. September letzten Jahres in einem Zimmer im Hotels "Mama Muh" gewesen sein. Andere Hotelgäste berichteten von lauten Streitereien.

Bewusstlos geschlagen

Laut Staatsanwaltschaft sollen die Angeklagten ihren Kollegen durch Faustschläge gegen den Kopf und Fußtritte bis zur Bewusstlosigkeit malträtiert haben. Dabei soll der 48-Jährige während der Schläge und Tritte durch den Erst- und Zweitangeklagten das Opfer festgehalten haben. 

Warum die Männer in Streit geraten sind, ist noch nicht genau geklärt. Laut Polizei steht aber fest, dass alle zusammen zuvor an diversen Kreditbetrügereien in der Stadt beteiligt gewesen sein sollen.  

Der 50-Jährige erlitt laut Gutachten ein Schädel-Hirn-Trauma. Die Beschuldigten sollen laut Polizei nach den Schlägen das Zimmer verlassen haben.

 Zwei von ihnen kehrten dann aber zurück und steckten das Zimmer in Brand, heißt es in der Anklageschrift. Laut Staatsanwältin Ulrike Breiteneder gibt es zwei Stellen, von denen das Feuer ausgegangen sein muss.

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Die Beschuldigten (48 bis 52) konnten von den Ermittlern rasch ausgeforscht werden. Ein lettischer Staatsbürger (40) war an der Tat nicht beteiligt. Er stand der Polizei als Zeuge zur Verfügung.

Die anderen drei müssen sich ab heute drei Tage lang vor dem Gericht verantworten.

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