50-Kilometer-Hatz auf A1: 21 Monate Haft für Lenker

Ein 32-fach vorbestrafter Alkolenker (52) ohne Führerschein hatte Anfang April eine Wahnsinnsfahrt über die A1 hingelegt, dabei ein Polizeiauto gerammt. Jetzt muss der 2-fache Vater ins Gefängnis.
„Bitte Herr Rat, sperren Sie mich nicht ein", sagte ein 52-Jähriger am Montag weinend zum Richter am St. Pöltner Landesgericht.

Weniger zart besaitet hatte sich der zweifache Vater Anfang April gezeigt. Nach einem Drogenkauf in Wien war die Polizei auf ihn aufmerksam geworden, die Beamten wollten den amtsbekannten Mann stoppen, doch der 52-Jährige drückte das Gaspedal seines Wagens durch.

Mit Höllentempo ging es über rote Ampeln, Fußgänger mussten sich mit Sprüngen zur Seite retten. Mehrere Anhalteversuche der Exekutive schlugen fehl. Der Raser passierte die Stadtgrenze, lieferte der Polizei eine irre Hatz auf der Westautobahn - neben zwei Wiener Streifenwagen nahmen auch die Autobahnpolizei Alland und Altlengbach die Verfolgung auf. Der Amoklenker rammte sogar einen Streifenwagen, ehe er bei Böheimkirchen (nach rund 50 km Fahrt) "eingekreist" wurde. Führerschein hatte der Mann keinen, dafür 1,6 Promille Alkohol im Blut und Drogen im Toyota ("Heute" berichtete).

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Der Richter zeigte sich ob der Tränen des Angeklagten wenig beeindruckt, dafür vom Vorstrafenregister. „32 Vorstrafen habe ich auch noch nicht erlebt", so der erfahrene St. Pöltner Richter.

Das Urteil: 21 Monate unbedingte Haft wegen Sachbeschädigung, Gefährdung der körperlichen Sicherheit und Widerstandes gegen die Staatsgewalt (nicht rechtskräftig). (Lie)

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