50 Wiener Polizisten vor NÖ-Wahl versetzt

Bild: Fotolia/Symbolbild
Das Innenressort hat die Versetzung von 50 Beamten von Wien nach Niederösterreich genehmigt. Die Gewerkschaft spricht von Wahlzuckerl, das Ministerium von Abdeckung des Bedarfs.


Viele Polizisten wollen von Wien aufs Land versetzt werden – knapp vor der Landtagswahl im März in Niederösterreich wurde jetzt dem Wunsch vieler Kollegen nachgegeben. Die rote Polizeigewerkschaft wittert darin einen Skandal: „Pro Monat werden im Schnitt 20 Versetzungen in alle acht Bundesländer genehmigt. Allein im Jänner hat der Zentralausschuss aber 50 Versetzungen nach Niederösterreich beschlossen“, ärgert sich Harald Segall von der sozialdemokratischen Gewerkschaft.

"Das ist Sammeln von Wählerstimmen zum Nachteil der Wiener Kollegen und damit auch der Bevölkerung", so der FSG-Personalvertreter. Das Innenministerium sieht keinen Zusammenhang mit den Landtagswahlen. "Wir setzen Polizisten dort ein, wo Bedarf besteht", erklärt Andreas Wallner, Sprecher von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, Ex-Landesrätin in Niederösterreich. "Wir bilden in Wien jährlich 450 Polizisten aus. Das sind mehr als in Pension gehen", rechnet Wallner vor.

Andreas Huber
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