500 Kilo Gras weg! "Die haben Mäuse gefressen"

Erst Ende März 2018 war es der Polizei von Paraguay gelungen insgesamt 9.453 Kilo Marihuana mit Bestimmungsort Argentinien vor der Grenze abzufangen.
Erst Ende März 2018 war es der Polizei von Paraguay gelungen insgesamt 9.453 Kilo Marihuana mit Bestimmungsort Argentinien vor der Grenze abzufangen.Bild: picturedesk.com
In einem argentinischen Drogenlager der Polizei fehlen 540 Kilogramm Marihuana. Die Erklärung der dort arbeitenden Beamten ist – einfallsreich.

Rund 6.000 Kilogramm Marihuana lagerten in einem polizeilichen Lager für beschlagnahmte Drogen im argentinischen Pilar, 60 Kilometer außerhalb von Buenos Aires. Als vor kurzem die Bestände des Lagerhauses inspiziert wurden, zeigte sich: Von den den einstmals 6.000 Kilogramm waren nur noch 5.460 Kilo der Droge übrig.

Wo kam die fehlende halbe Tonne hin? Die dort arbeitenden Beamten lieferten vor Gericht laut "Guardian" eine Erklärung, die ebenso absurd wie lustig ist: Das Marihuana sei von Mäusen gefressen worden, behaupteten alle acht Polizisten in ihren Befragungen.

Halten Mäuse Cannabis Futter?

Forensischen Experten zufolge ist das unmöglich: Selbst eine große Anzahl von Nagetieren hätte nicht so viel Cannabis vernichten können. Und selbst wenn Mäuse oder Ratten die Drogen gefressen hätten, hätten im Warenlager überall Nager-Leichen herumliegen müssen. Außerdem, so die Wissenschaftler der Universität von Buenos Aires, würden die Mäuse Cannabis nicht fälschlicherweise für Futter halten.

Am 4. Mai sollen vier der Polizisten ihre Aussage vor einem Richter wiederholen. Dieser soll dann feststellen, ob das Marihuana absichtlich oder fahrlässig verschwunden ist.

Argentinier reißen Witze

In Argentinien amüsiert man sich derweil über die kuriose Ausrede der Polizisten. "Hat jemand die Orgie gefilmt, die die Ratten nach dem Konsum von einer halben Tonne Gras veranstaltet haben?", kommentierte ein Leser im Nachrichtenportal TN. "Ich habe gehört, die Ratten seien extra aus Jamaika angereist", witzelt ein anderer Nutzer.

Acht Polizisten der Abteilung sind ihren Job wegen dieser kreativen Ausrede übrigens los. (mlr)

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