52-Jährige bezog Familienbeihilfe für Toten

Elf Jahre lang bezog die Frau aus Götzis die Familienbeihilfe, die ihr gar nicht zustand. Auch der Richter war über den langen Zeitraum verwundert.

Elf Jahre lang bezog die Frau aus Götzis die Familienbeihilfe, die ihr gar nicht zustand. Sogar der Richter war über den langen Zeitraum verwundert.

Eine 52-jährige Frau hat die Familienbeihilfe eines benachbarten türkischen Mannes bezogen, der bereits vor Jahren in die Türkei zurückkehrte und dort verstarb. Insgesamt erhielt sie zu Unrecht 50.000 Euro. Am Dienstag wurde sie am Landesgericht Feldkirch verurteilt.
Frau kam Postler entgegen gerannt

Möglich wurde der große Betrug unter anderem durch die Zurückhaltung des Postbeamten. Der hatte der Frau das Geld stets ausgehändigt, ohne nach dem richtigen Bezieher der Kinderbeihilfe zu fragen und ohne eine Vollmacht zu verlangen. Die Frau sei ihm immer schon entgegengelaufen, sagte er vor Gericht, er habe gedacht, der Mann, für den das Geld bestimmt war, sei bei der Arbeit.
Die 52-jährige Frau, die heute Sozialhilfe bezieht und für eine wohltätige Einrichtung arbeitet, gab an, sie sei spielsüchtig, vom ganzen Geld sei nichts mehr da.



Sie wurde zu 18 Monaten bedingter Haft und zu einer Geldstrafe von 1.400 Euro verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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