55-Jährige isst Austern, stirbt drei Wochen später

Die Texanerin hatte im Urlaub rohe Meeresfrüchte geschlürft und sich dabei infiziert. Drei Wochen lang kämpfte sie gegen die Bakterien, die ihren Körper fraßen.

Die Frau aus Texas hatte sich bei einem Familienurlaub in Louisiana ein üppiges Austern-Mahl gegönnt – drei Wochen später war sie tot.

Jeanette L. (55) hatte sich, ihrer Lebensgefährtin Vicki B. und einer gemeinsamen Freundin, Karen B., einen Sack voller roher Austern auf einem Markt in Westwego gekauft. Zusammen schlürften die drei Frauen etwa zwei Dutzend der teuren Meeresfrüchte.

"Etwa 36 Stunden danach hatte sie extreme Atembeschwerden und einen Ausschlag auf den Beinen", erinnert sich Vicki B. gegenüber dem TV-Sender "KLFY". "Eine Art allergische Reaktion, dachten wir", fügt Karen B. noch hinzu. Doch der vermeintliche Ausschlag verschlimmerte sich in den folgenden Stunden stetig, bis die Gliedmaßen der Frau von offenen Wunden übersät waren.

Fleischfressende Bakterien

Ärzte lieferten dann die Schockdiagnose: Die 55-Jährige hatte sich mit Vibrionen – fleischfressenden Bakterien – infiziert. Diese können durch rohe, oder ungenügend abgekochte Muscheln in den Körper gelangen. Wenn infizierte Wunden dann mit warmen Brackwasser in Berührung kommen, vermehren sich die tödlichen Bakterien in rasanter Geschindigkeit, wie die amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) informieren.

Jeanette L. war mit beidem in Kontakt gekommen. Drei Wochen rang sie um ihr Leben, bis sie den Kampf am 15. Oktober 2017 verlor.

Nach dem tragischen Tod ihrer Partnerin will Vicki B. nun alles tun, damit niemand sonst ein ähnliches Schicksal erleiden muss. Unterstützung erhält sie dabei von ihrer Freundin Karen B. Rund 100 Menschen infizieren sich jährlich in den USA mit Vibrionen. "Hätten wir gewusst, dass das Risiko so hoch ist, dann hätten wir sofort aufgehört Austern zu essen", so die Frauen. (red)

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