55 Kilo Heroin brachten Trio ins Gefängnis

Drei türkische Männer wurden nach dem Schmuggel von 55 Kilo Heroin von der Türkei nach Österreich verurteilt. Die Angeklagten im Alter von 52, 47 und 28 Jahren fassten bis zu zehn Jahre Haft aus.

Bei den Beschuldigten handelt es sich um zwei türkischstämmige Männer aus Deutschland sowie einen Bäcker aus Istanbul. Unklar blieb, wer tatsächlich das Suchtgift aus der Türkei nach Österreich und von da weiter nach Deutschland und möglicherweise auch nach Holland schmuggeln wollte. In jedem Fall wurde das Heroin in einer Ladung türkischer Kekse und Süßwaren in Spielfeld beim Zoll entdeckt. Das Suchtgift hatte einen Schwarzmarktwert von etwa 3,8 Mio. Euro.

Autohändler setzte sich nach Holland ab

Während der Bäcker (52) und der 47-jähriger Lenker des Lkws angeblich nichts ahnend vor Ort und in Salzburg festgenommen wurden, setzte sich der 28-jährige Autohändler nach Holland ab und wurde drei Wochen später verhaftet. Letzterer gestand vor Gericht, nur den Transport von Salzburg nach Stuttgart organisiert und von dem Heroin lediglich gewusst zu haben. Dass es sich um eine derart hohe Menge handelte, habe er jedoch nicht geahnt.

Die Schöffen glaubten nicht, dass der 52-jährige Bäcker nichts von der Ladung wusste. Ermittlern zufolge soll er nämlich die Ware vor dem Transport mehrere Tage ohne ersichtlichen Grund bei sich in der Türkei gelagert haben. Zeit genug, um das Heroin darin zu verstecken, meinte die Staatsanwaltschaft. Deswegen wurde der Türke zu zehn Jahren Haft verurteilt. Er kündigte sofort Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an.

Milde Strafen für Komplizen

Der 28-Jährige kam mit drei Jahren Haft mit einem relativ milden Urteil davon, was er seinem Geständnis zu verdanken hatte. Er bat um Bedenkzeit. Der Lenker des Lkw bekam 15 Monate teilbedingt und saß seine Strafe bereits in der U-Haft ab.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen