Die politische Achterbahnfahrt in Griechenland, das spanische Ansuchen um EU-Milliarden, die Krise in Italien, Portugal und Zypern: Mehr als die Hälfte der Österreicher hat Angst vor einem Crash der gemeinsamen Währung Euro, so eine aktuelle Umfrage.
Das Vertrauen in den Euro ist 10,5 Jahre nach seiner Einführung auf einem neuen Tiefstand. Die wichtigsten Fakten aus der Karmasin-Umfrage für Heute (800 Befragte, KW 24):
Die Mehrheit: 39 Prozent haben zumindest "ein wenig Angst", 17 Prozent sogar "große Angst". In Summe fürchten also 56 Prozent einen Euro-Crash.
Generationen-Unterschied: 22 Prozent der über 50-Jährigen haben "große Angst. In der Altersgruppe der 16- bis 30-Jährigen sind es 13 Prozent.
Ost-West-Gefälle: Wiener, Niederösterreicher, Burgenländer sind sehr besorgt, gelassen sind Tiroler und Vorarlberger.
Die Optimisten: 31 Prozent stufen die Währung als "relativ stabil" ein. Neun Prozent glauben, dass der Euro "sicher nicht gefährdet" ist (Summe: 40 %).
Zum Vergleich: Vor zwei Jahren glaubten noch 85 Prozent an den Fortbestand des Euro.
P. Reidinger/E. Nuler