Beobachtung und Bewertung der aktuellen Corona-Entwicklung, Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, Organisation von Impfaktionen und vieles mehr: Von Jänner 2020 weg tagte der anlässlich des Ausbruchs der Covid-19-Pandemie eingerichtete Wiener Krisenstab zum Teil mehrmals wöchentlich. Durchschnittlich waren 60 Personen Großteils online an einer Krisenstabsitzung aus 34 Organisationseinheiten der Stadt sowie der Landespolizeidirektion Wien (LPD Wien) und des ArbeiterSamariterBunds (ASB Wien) im Einsatz. Der Krisenstab der Stadt Wien bildete die Grundlage des "Wiener Wegs", heißt es in einer Aussendung der Stadt am Donnerstag.
Nun lud Wiens Bürgermeister Michael Ludwig alle Mitglieder des Krisenstabs soeie die komplette Wiener Stadtregierung, inklusive der Verwaltungsspitze in den Hof des Wiener Rathauses. Ludwig dankte allen Mitgliedern des Krisenstabs ausdrücklich "für 3,5 Jahre unermüdlichen Einsatz". Wiens Stärke sei es, in der Krise zusammenzustehen und den gelernten und trainierten Muskel "Teamgeist" spielen zu lassen. "Wir haben bewiesen, dass wir Krise können und haben mit unserem 'Wiener Weg' unangefochten sehr gute Arbeit geleistet. Das wurde auch international und national anerkannt", sagte der Bürgermeister und verwies auf mehrfache Krisenbewältigung: neben der Pandemiebekämpfung gab es einen Terrorangriff in der Innenstadt, sowie den Krieg in der Ukraine und den damit einhergehenden Fluchtbewegungen zu bewerkstelligen.
Wien hatte sehr früh begonnen, sich mit den Auswirkungen und Folgen des Covid-19-Virus zu beschäftigen. Mit dem Ausbruch der Pandemie zu Beginn des Jahres 2020 und anlässlich der ersten Covid-19-Erkrankungen war somit "von Minute eins ein Medizinischer Krisenstab der Stadt Wien im Einsatz", heißt es in der Aussendung. Alle Blaulichteinheiten, Einsatzorganisationen, Infrastrukturabteilungen, Vertreter der Geschäftsgruppen der Stadt Wien folgten der Leitung des Krisenstabs bestehend aus Covid-19-Projektleitung der MA 15 (Gesundheitsdienst), der ärztlichen Direktion des WIGEV und der Magistratsdirektion Organisation und Sicherheit.
Die Leitung des Krisenstabs hatte Mitte Juni nach der 583. Sitzung den Krisenstab offiziell beendet. In Anbetracht der vor der Tür stehenden Corona-Herbstwelle ist nicht auszuschließen, dass die Experten nicht bald wieder in Sachen Covid zusammenkommen, um vielleicht sogar eine erneute Maskenpflicht zu beraten.
➤Insgesamt haben 583 Sitzungen des Krisenstabes der Stadt Wien stattgefunden.
➤Durchschnittlich 60 Personen aus 34 Organisationseinheiten der Stadt sowie der Landespolizeidirektion Wien (LPD Wien) und des ArbeiterSamariterBunds Wien (ASB Wien)haben teilgenommen.
➤Es wurden 2.070 Lebensmittelpakete an Risikogruppen und ältere Personen zugestellt und 108.000 Taxigutscheine an Pensionist*innen versendet.
➤Insgesamt wurden 93.993.082 Covid-19-Testungen durchgeführt und dafür 70 Teststandorte errichtet.
➤Insgesamt 1.421.881 Personen wurden mit dem Wiener Testsystem positiv getestet.
➤1.165.211 Absonderungsbescheide wurden erlassen und etwa 29.000 Quarantänekontrollen durchgeführt.
➤Allein in Wien wurden 39 Corona-Verordnungen erlassen.