Dankbar über den positiven Ausgang seiner schweren Corona-Erkrankung überreichte jetzt Karl Eder eine Foto-Collage an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Intensivstation im Landesklinikum Scheibbs.
Der 59-Jährige war Ende Oktober 2020 sehr schwer am Corona-Virus erkrankt. Er verbrachte insgesamt drei Monate auf den Intensivstationen des Landesklinikum Scheibbs und Universitätsklinikum St. Pölten. Sein Leben hing lange Zeit am seidenen Faden.
Umso größer war die Freude auf der Intensivstation, Herrn Eder fit und vollständig regeneriert wiederzusehen. „Ich bedanke mich beim ganzen IMCU-Team, dass ich meine schwere Krankheit überlebt habe. Mit meiner Geschichte als Foto-Collage dargestellt, möchte ich das Team gerade in der jetzigen schwierigen Zeit motivieren. Ich hoffe, dass die Collage einen Platz findet auf der Station und vielleicht auch weiteren Betroffenen Mut macht“, sagte ein sichtlich berührter Eder bei der Überreichung seines Dankeschöns.
„Es ist eine große Motivation für uns, wenn ein derart schwerer Corona-Verlauf wie bei Herrn Eder positiv ausgeht. Das ist leider die absolute Ausnahme. Wir befürchten, dass die Zahl der intensivpflichtigen Corona-Patienten weiter steigt und wir noch viele Situationen des ,Verabschiedens' erleben werden, wenn wir Patienten in den künstlichen Tiefschlaf versetzen müssen“, sagt Dr. Alexander Egger.
„Vorige Woche sind leider einige Corona-Patienten verstorben. Jedes einzelne Schicksal ist tragisch. Es tritt für uns kein Gewöhnungseffekt ein, es ist jedes Mal eine große Belastung für das gesamte Team. Dann reden wir über den Fall von Hrn. Eder, das nimmt uns etwas die Strapazen. Sein Verlauf ist ein extremer Motivator für uns“, ergänzt Stationsleiter Johannes Grissenberger.
Während des Klinikaufenthaltes hatte Eder Briefe von seinen Töchtern erhalten. Diplom-Krankenpfleger Robert Resel las die Briefe trotz der intensiven Betreuungsphase nach einem langen Arbeitstag dem Patienten vor: „Dadurch bin ich Teil Ihrer Familie geworden. Es ist Zeit, nun die Briefe an ihren Besitzer zu übergeben“, so Bereichsleiter Robert Resel bei der Überreichung der Briefe.
Abschließend tauschten sich das Ehepaar Susanne Egger und Karl Eder mit dem Team über den Krankheitsverlauf und die Erlebnisse aus. Besonders interessant für das Team waren die Berichte und Erinnerungen aus der Tiefschlafphase von Herrn Eder.
„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Kliniken und Pflegezentren leisten nun bereits seit knapp zwei Jahren Außerordentliches im Kampf gegen die Pandemie. Gerade jetzt sind sie wieder sehr stark gefordert. Persönliche Danksagungen sind eine ganz besondere Wertschätzung und bestärken unser Personal“, kennt auch Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf die Geschichte von Karl Eder.
Karl Eder ist jedenfalls sehr überzeugt davon, dass die Impfung hilfreich ist und hat als Genesener die Corona-Impfung in Anspruch genommen, um für sich selbst, seine Gesundheit und dem Risiko einer Corona-Neuinfektion bestmöglich vorzusorgen.