58-Jähriger stirbt in Wiener Schubhaft-Zelle

Polizeianhaltezentrum Rossauer Lände
Polizeianhaltezentrum Rossauer LändeBild: Wikipedia/Clemens, CC BY-SA 3.0 at

In der Nacht auf Mittwoch ist im Anhaltezentrum Rossauer Lände ein 58-jähriger Ungar in seiner Einzelzelle in Schubhaft gestorben. Die Diakonie fordert eine lückenlose Aufklärung.

Noch am Tag vor seinem Tode wurde der 58-Jährige von einem Mitarbeiter der Diakonie im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Rechtsberatung aufgesucht. Der Rechtsberater habe den Häftling in seinem Bett liegend in einem sehr schlechten Gesundheitszustand vorgefunden, so die Diakonie in einer Aussendung. Es habe deutliche Anzeichen einer Haftunfähigkeit gegeben.

Der Rechtsberater erkundigte sich sowohl beim Klienten als auch bei den Beamten des Polizeianhaltezentrums nach seiner ärztlichen Versorgung und vereinbarte mit ihm am kommenden Tag einen erneuten Beratungstermin. Als er ihn am nächsten Tag aufsuchen wollte, wurde ihm jedoch mitgeteilt, dass der Mann in der Früh tot in seiner Zelle aufgefunden worden war.

Die Diakonie Rechtsberatung hat eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft erstattet und erwartet nun eine unabhängige und lückenlose Aufklärung der Umstände dieses Todesfalles. Insbesondere ist eine Überprüfung notwendig, ob die Haftfähigkeit des Klienten gegeben war, als die Schubhaft verhängt wurde und während der Dauer der Haft.

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(red)

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