Österreich

59 Millionen für unsere Unis!

Heute Redaktion
14.09.2021, 17:12

Jahrelang wurden Oberösterreichs Akademikerschmieden an der kurzen Budgetleine gehalten. Die Zeiten sind nun endlich vorbei: Bei den neuen Leistungsvereinbarungen mit dem Bund verhandelten die Unis ein 59-Millionen-Plus heraus. Ein positives Ergebnis, freut sich JKU-Rektor Richard Hagelauer.

Die Johannes Kepler Universität bekommt für die kommenden drei Jahre insgesamt 269 Millionen Euro Budget. Das ist eine Steigerung um etwa ein Fünftel erklärt Hagelauer. 2007 bis 2009 gab es 222 Millionen vom Bund. Mit dem zusätzlichen Geld soll nun vor allem der technisch-naturwissenschaftliche Schwerpunkt und das Studieren von Zuhause aus mittels Multimedia ausgebaut werden.

Als Folge der Studentenproteste profitieren die 16.800 Kepler-Studenten von einem Einmal-Zuschuss von drei Millionen. Damit werden Sofortmaßnahmen wie mehr Laptop-Steckdosen in den Hörsälen oder der Ausbau des Lehrveranstaltungsangebots als Mittel gegen überfüllte Vortragsräume finanziert.

20 neue Jobs für Wissenschaftlerinnen

Zusätzlich wurde mit dem Bund ein Frauenförderprogramm vereinbart. Mit 20 neuen Arbeitsplätzen wollen wir jungen Wissenschaftlerinnen den Weg zu einer akademischen Karriere ebnen, freut sich Wissenschafts- und Frauenlandesrätin Doris Hummer (ÖVP).

Die prozentuell stärkste Steigerung beim Budget erreicht die Linzer Kunstuni. Nach jahrzehntelanger Benachteiligung im Vergleich zu anderen Hochschulen sind wir nun von 36 auf 48 Millionen Euro gestiegen, weiß Rektor Reinhard Kannonier.

Er kann sich auch über eine weitere Zusage aus Wien freuen. Mit einer Haftungsgarantie des Bundes kann er nun auch die Detailplanung für den Ausbau der Uni im Brückenkopf am Linzer Hauptplatz starten.

Jürgen Tröbinger

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