6 Jahre Gefängnis: Sohn tötete Mutter

Die Bluttat mit anschließender Flucht nach Amerika hatte vor einem Jahr für Schlagzeilen gesorgt. Am Freitag muss Stefan W. (23) den Tod seiner Mutter (43) in Korneuburg (Niederösterreich) vor Gericht erklären. Einziger Beistand dabei: Anwalt Marcus Januschke.
Die Bluttat mit anschließender Flucht nach Amerika hatte . Am Freitag muss Stefan W. (23) den Tod seiner Mutter (43) in Korneuburg (Niederösterreich) vor Gericht erklären. Einziger Beistand dabei: Anwalt Marcus Januschke.

In der Wohnung der 43-Jährigen war es oft zu Streit wegen Geld und Zukunftsplänen gekommen. Er sprach vom "American Dream", die Akademikerin pochte auf die Fortsetzung des Studiums. "Wach auf, du Träumer", schrie Sabine W. am Tatabend und wandte ihrem Sohn den Rücken zu.

Zornig soll er sie laut Anklage mit einer Glaskugel von hinten niedergestreckt, sich auf die reglose Frau gekniet und ihr 36 Mal ein Messer in den Leib gerammt haben. Die Leiche versteckte er dann in einer Bettlade und tauchte eine Zeit lang in den USA unter.

Am Freitag plädierte sein Verteidiger Marcus Januschke auf Totschlag. Wäre die Tat geplant gewesen, hätte der Angeklagte nicht einfach nach dem Küchenmesser gegriffen, mit dem die Mutter kurz zuvor Paprika geschnitten hatte, meinte er.

Obwohl der Angeklagte die Tat zutiefst bereute, blieb es für Staatsanwältin Elisabeth Böhm-Gratzl Mord. Die Geschworenen entschieden gegen 15 Uhr dann doch auf Totschlag.

Der 23-Jährige wurde (nicht rechtskräftig) zu sechs Jahren unbedingter Haft verurteilt.

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