Diese Geschichte hätte einem gruseligen Hollywood-Drehbuch jede Ehre gemacht: Der Geschäftsmann Ramone Marcio Martinez (39) aus Salt Lake City in Utah soll eine Frau mehrere Wochen lang in seinem Haus gefangen gehalten, geschlagen, gequält und sexuell misshandelt haben. Zudem soll Martinez ihr eine Sechs in die linke Handfläche geritzt haben, als Warnung und zur Erinnerung: "Du hast sechs Monate Zeit, um mich zu lieben – oder zu sterben."
Zudem drohte er ihr, sie oder ihre Familienmitglieder umzubringen, sollte sie zu fliehen versuchen. Der Frau gelang es schließlich, ein Hilfe-SMS an einen Freund abzusetzen, der die Polizei verständigte. Martinez, der unter anderem einen Limousinen-Service sowie eine Vermittlungsfirma für medizinisches Cannabis besitzt, war bei seiner Verhaftung von letzter Woche zwar bewaffnet, leistete der Polizei zufolge aber keinen Widerstand.
In Martinez’ Haus stieß die Polizei auf die verstörte Frau, die schwere Blutergüsse um beide Augen sowie gebrochene oder angeknackste Rippen hatte. In ihrer eidesstattlichen Erklärung heißt es zudem, dass sie zweimal bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt und mit einer Pistole oder Messern bedroht wurde. Wie sie in Martinez’ Haus gelangt war, ist offen.
Martinez dementiert zunächst die meisten Anschuldigungen. Er habe die Frau höchstens beim einvernehmlichen Sex gewürgt. Später aber gab er zu, dass er geplant habe, die Frau von Utah nach Arizona zu bringen. Die Polizei sei ihm aber zuvorgekommen.
Das Gericht verwehrte dem 39-Jährigen eine Kaution. Die Polizei hatte geltend gemacht, dass der Beschuldigte sowohl Zugang zu einem riesigen Waffenarsenal als auch zu viel Geld habe, weswegen die Gefahr einer Flucht zu hoch sei.