Corona-Skilehrer: "Können es uns nicht erklären"

In St. Johann wurden mehrere angehende Skilehrer positiv getestet. Symbolbild.
In St. Johann wurden mehrere angehende Skilehrer positiv getestet. Symbolbild.JFK / EXPA / picturedesk.com
Nach Jochberg (T) sind nun auch in Flachau (Sbg.) Skilehrer in Ausbildung coronapositiv. Jetzt sucht man nach Erklärungen, wie es dazu kommen konnte.

Nach Jochberg in Tirol sorgt nun auch der Salzburger Pongau mit positiven Fällen für negative Schlagzeilen: Bei einem Skilehrer-Kurs in Flachau (Sbg.) wurden sechs von 152 Teilnehmern eines Lehrgangs positiv auf Corona getestet. Gerhard Sint, der Vertreter der Salzburger Skischulleiter erfuhr als einer der Ersten von den positiven Antigen-Testungen: "Wir bedauern die positiven Tests sehr – und wir können uns nicht erklären, wie es dazu kommen konnte! Denn jeder Kursteilnehmer muss bei der Einreise einen negativen Test vorweisen." Er vermutet fehlerhafte Tests.

Die Kursteilnehmer und Ausbildner lebten wie in einer Filterblase, hätten kaum Kontakte zur Außenwelt, versicherte er. "Wir halten uns an alle Hygiene-Maßnahmen, testen unsere Mitarbeiter und das Hotel-Personal wöchentlich. Alle Theoriekurse finden online statt, nur auf der Piste sind wir in 10er-Gruppen unterwegs und halten Abstand."

Skilehrer-Ausbildung völlig legal

"Heute" wollte wissen, wie es eigentlich sein kann, dass mitten im Lockdown – während das ganze Land zu Hause sitzt und sich an alle Regeln hält – Pistenfans aus halb Europa in Gruppen auf Österreichs frisch präparierten Pisten wedeln. Das Land Salzburg klart auf: "Berufliche Aus-und Weiterbildungen sind bundesweit erlaubt – darunter fällt auch die Skilehrer-Ausbildung." Man darf sich also ganz legal – auch aus dem Ausland kommend – in Österreich zum Skilehrer ausbilden lassen." Alles weitere, was Einreisebestimmungen und das Einhalten der Hygienevorschriften bei den Teilnehmern angeht, wird von der Gesundheitsbehörde aktuell geprüft", so das Salzburger Landesmedienzentrum.

Mutations-Alarmglocken schrillen

Die meisten Kursteilnehmer sind seit 18. Dezember vor Ort – auch fünf der sechs positiv Getesteten. Doch eine junge Deutsche (unter den Positiven) soll erst vor etwa einer Woche (mit negativem Test) dazugestoßen sein. Sie könnte der Anfangspunkt des Clusters sein. "Ihr geht es soweit gut, sie hat meiner Erkenntis nach keine Symptome", so Gerhart Sint. Zur Überprüfung werden am Donnerstag sämtliche Kursteilnehmern auch mit dem wesentlich genaueren PCR-Test untersucht. Am Freitag sollen die Ergebnisse vorliegen. Da sich unter den Positiven auch zwei Personen aus Großbritannien befinden, werden die Proben zur Sequenzierung nach Wien eingesendet – es bestehe Verdacht auf die wesentlich ansteckendere Briten-Mutation! Das teilte die Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz mit.

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