60 Mieter bei Großbrand aus Wohnungen gerettet

Eine Wohnung im vierten Stock ging in Kleinmünchen in Flammen auf.
Eine Wohnung im vierten Stock ging in Kleinmünchen in Flammen auf.fotokerschi.at
Kurz vor Mitternacht ging im Stadtteil Kleinmünchen eine Wohnung in Flammen auf. Fünf Feuerwehren waren im Einsatz, konnten 60 Mieter retten.

Während am Donnerstag kurz vor Mitternacht 16 Feuerwehren gegen einen die Flammen in einer Halle einer Tischlerei in Grein (Bez. Perg) kämpften, waren fast zeitgleich auch in Linz sämtliche verfügbare Einsatzkräfte der Feuerwehr gefordert.

Denn in der Schörgenhubstraße im Linzer Stadtteil Kleinmünchen war in einer Wohnung im dritten Stock eines fünfstöckigen Mehrparteienhauses ein Brand ausgebrochen. Die Flammen breiteten sich rasch auf das Flachdach aus. Beim Eintreffen der ersten Helfer waren bereits dichter Rauch und das Feuer aus weiter Entfernung zu sehen.

Atemschutztrupps gingen durch das Mehrparteienhaus und brachten 60 Mieter in Sicherheit. Laut Polizei wurden drei Personen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht. Zwei Bewohner behandelten die Sanitäter vor Ort.

 Die Löscharbeiten gestalteten sich äußerst schwierig, da sich das Feuer unter einer Blechabdeckung ausbreiten konnte. Deshalb kamen dann auch noch die Freiwilligen Feuerwehren aus Ebelsberg, Traun, Pichling und St. Magdalena zur Unterstützung dazu.

Nach rund einer Stunde hatten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle. Die genaue Brandursache ist derzeit noch nicht bekannt. Feuerwehrmänner werden voraussichtlich noch bis Samstag vor Ort mit Nachlöscharbeiten beschäftigt sein. Das gesamte Flachdach muss abgeräumt werden und nach wie vor werden dabei Glutnester entdeckt.

Auch Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) meldete sich nach dem Großbrand auf seiner Facebookseite zu Wort. Er bedankt sich bei allen Einsatzkräften und sagt, dass alle evakuierten Menschen, sofern sie nicht bei Verwandten unterkommen konnten, vorübergehend im nahen Seniorenzentrum Dauphinestraße untergebracht sind.

Brand gelegt

Wie die Polizei am Freitag in einer Aussendung mitteilte, ist das Feuer im Schlafzimmer des 58-jährigen Mieters ausgebrochen. Laut Sachverständigen dürfte der Brand durch das Einbringen einer fremden Zündquelle verursacht worden sein. 

Eine Brandentstehung durch einen elektrischen Defekt kann nicht ausgeschlossen werden, ist aber laut derzeitigem Ermittlungsstand eher unwahrscheinlich. Zur genaueren Sachverhaltsklärung sind noch Befragungen des Wohnungsbesitzers und anderer Zeugen notwendig, schreibt die Polizei-Pressestelle in der Aussendung.

Der 58-Jährige befindet sich derzeit noch im Krankenhaus und ist nicht vernehmungsfähig. Der entstandene Schaden dürfte sich laut Experten im siebenstelligen Eurobereich befinden.

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