Chelsea war im Sommer bereit, 60 Millionen Euro für seine Dienste zu zahlen. Sevilla sagte trotzdem "Nein!". Das sagt viel über das Talent von Innenverteidiger Jules Kounde und seine Stellung beim Tabellenzweiten der spanischen Meisterschaft. Der 23-Jährige zählt zu den begehrtesten Abwehrspieler auf dem Planeten.
Am Dienstagabend ließ sich das Top-Talent seine mangelnde Erfahrung im Schlager gegen den FC Barcelona allerdings anmerken. Der Franzose verlor nach rund 63 Minuten beim Stand von 1:1 die Nerven. Er ließ sich vom Gegenspieler Jordi Alba provozieren, der vor einem Einwurf den Körperkontakt suchte.
Kounde rastete aus, holte aus und warf Alba den Ball mit voller Wucht ins Gesicht. Der Spanier nahm die Einladung dankbar an, ließ sich theatralisch fallen. Schiedsrichter Carlos Del Cerro Grande zückte sofort den Roten Karton.
Die Katalanen konnten aus der numerischen Überlegenheit keinen Profit schlagen. Das Spiel endete ohne ÖFB-Youngster Yusuf Demir 1:1. Der Wiener kommt bei Barca nicht mehr zum Zug, weil sich der Klub die dann fällige Kaufverpflichtung (10 Millionen Euro an Rapid) nicht leisten kann.
Kounde nahm seinem Klub die Chance, sich an die Fersen von Tabellenführer Real Madrid zu heften. Der Rückstand beträgt nach 18 Runden nur fünf Punkte. Bei den "Königlichen" wütet derzeit das Coronavirus. Mehr als ein Dutzend Spieler fallen aktuell nach positiven Tests aus. So auch ÖFB-Star David Alaba.