600.000 Bakterien in Auto-Klimaanlagen

Bei schlecht gewarteten Klimaanlagen verteilen sich Bakterien im Fahrzeug.
Bei schlecht gewarteten Klimaanlagen verteilen sich Bakterien im Fahrzeug.Bild: Fotolia

Wer seine Anlage nicht regelmäßig warten lässt, sollte sich zweimal überlegen, ob er sie im Sommer einschaltet. Denn was darin so alles lebt, ist widerlich.

Der ARBÖ hat den Filter einer Autoklimaanlage, der fünf Jahre nicht getauscht wurde, unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist höchstens für einen Biologen erfreulich: "Es hatten sich 600.000 lebende Bakterien, 350.000 lebende Pilze und zigtausende lebende Hefen angesammelt.

Besonders überraschend ist, dass vor allem Mikrolebewesen vorhanden waren, die bei rund 37 Grad, also auch Körpertemperatur, gedeihen", so ein ARBÖ-Experte.

Ins Gesicht geblasen

Warum es in den Anlagen kreucht und fleucht ist leicht erklärt: Nach dem Abschalten bleibt Restfeuchtigkeit im Aggregat und in den Lüftungskanälen zurück. Dies ist ein idealer Nährboden für Bakterien. Beim nächsten Einschalten werden sie ins Wageninnere geblasen, dazu kommt ein unangenehmer Geruch.

Je häufiger die Anlage verwendet wird, desto weniger Zeit bleibt zum Trocknen. Daher sollte man sie auf kurzen Strecken eher nicht aktivieren.

Um den ungebetenen Gästen indes so richtig den Kampf anzusagen, rät der ARBÖ mindestens alle zwei Jahre den Filter und die Kühlflüssigkeit zu wechseln sowie die Leitungen zu desinfizieren – damit kühle Luft und kein widerlicher Bakterien-Cocktail ins Auto geblasen wird. (mah)

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