61-Jähriger saß nach Drohung gegen Frau tot in Zelle

Bild: Helmut Graf
Am Dienstagabend stieg ein 61-jähriger Burgenländer in Kapfenberg in ein fremdes Fahrzeug ein, indem sich eine 39 Jährige mit ihrer Enkelin befand. Dort drohte er der Frau, sie umzubringen und das sieben Monate alte Baby mitzunehmen. Nachdem die Polizei ihn festnahm, wurde er Mittwochmittag tot in seiner Zelle aufgefunden. Eine Obduktion ergab, dass er eines natürlichen Todes gestorben ist.
Die 39-jährige Frau aus Kapfenberg hielt gegen 18 Uhr an einer Kreuzung auf der Wiener Straße in Hafendorf, als der 61-Jährige, den sie zuvor nicht kannte, sich auf den Beifahrersitz setzte und die Frau zum Losfahren zwingen wollte.

Als sie seinen Anweisungen nicht Folge leistete, drohte der anscheinend psychisch labile Mann ihr damit, sie umzubringen und ihre siebenmonatige Enkelin, die sich ebenfalls im Auto befand, zu entführen. Die Frau konnte mit dem Baby entkommen, der 61-Jährige wurde kurz darauf von der Polizei festgenommen, nachdem er auch mehreren Beamten bedroht hatte.

Natürlicher Tod

Nachdem er die Nacht in einer Gewahrsamzelle verbracht hatte, fanden die Beamten den 61-Jährigen am Mittwoch gegen 13 Uhr leblos sitzend auf. Laut Polizei hatten die zuständigen Beamten immer wieder nach dem Burgenländer gesehen, aber nichts Auffälliges an ihm bemerkt. Sofort versuchten die Polizisten, den Mann zu reanimieren, waren aber erfolglos. Der eintreffende Notarzt konnte nur mehr den Tod des 61-Jährigen feststellen.

Die von der Staatsanwaltschaft Leoben angeordnete Obduktion des 61-Jährigen hat nun ergeben, dass der Mann eines natürlichen Todes gestorben ist. Eine Missbildung des Herzbeutels führte zu einem Riss der Hauptschlagader, wodurch es schließlich zu Tod kam.
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