Österreich

63 Attacken auf Wiener Parksheriffs im Jahr 2017

Heute Redaktion
13.09.2021, 21:51

Ganze 1,2 Millionen Falschparker wurden im Vorjahr zur Kasse gebeten. Das größere Problem soll aber die schwelende Gewaltbereitschaft gegen Parksheriffs sein.

Die Hemmschwelle hinsichtlich Gewaltbereitschaft bei Falschparkern gegenüber Parksheriffs wird zunehmend niedriger. Laut Polizei wurden vergangenes Jahr 63 Attacken auf Parkraumüberwacher gezählt. Neun Kontrolleure trugen dabei schwere Verletzungen davon. 2016 waren es noch 60 Übergriffe mit vier Verletzten.

135.000 Anzeigen

Einen freien Parkplatz zu finden, ist für Wiens Autofahrer fast schon ein heiliger Moment. Da verwundert es nicht, dass einige dazu neigen, das Fahrzeug dort abzustellen, wo sie nicht dürfen – 1,2 Millionen Parkstrafen im Vorjahr bestätigen das.

In 108.000 Fällen wurden die Lenker 2017 angezeigt, in 35.000 Fällen riefen die Kontrollorgane gleich den Abschleppdienst herbei. Radklammern mussten 4.000 Mal angebracht werden. 27.000 Fahrer wurden wegen abgelaufenem oder gefälschtem §57a-Pickerl angezeigt. Bei vielen "Problemfällen" soll es sich um Pkw-Lenker mit ausländischen Kennzeichentafeln oder um Dauerfalschparker handeln.

Diebstahl und sonstige Vergehen

Die Parkstrafe war für einige Autofahrer noch das geringste Problem: 2017 wurden 188 widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge als gestohlen gemeldet. Ein weiterer positiver Nebeneffekt, der zur Aufklärung von polizeilich relevanten Fällen führt: Die Falschparker leisten auch Beihilfe bei der Aufklärung von 2.210 Missbrauchsfällen, wo etwa die Versicherung nicht mehr bezahlt wird, und die betroffenen Fahrzeuge ohnehin nichts mehr auf der Straße zu suchen haben.

(bai)

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