63 Nazi-Nachrichten per WhatsApp verschickt

Prozess gegen einen 39-Jährigen wegen des Verbrechens nach dem Verbotsgesetz am Gericht St. Pölten.
Prozess gegen einen 39-Jährigen wegen des Verbrechens nach dem Verbotsgesetz am Gericht St. Pölten.Bild: privat
Am Gericht St. Pölten wurde am Mittwoch ein 39-Jähriger wegen des Verbrechens nach dem Verbotsgesetz zu drei Jahren teilbedingter Haft verurteilt.

Prozess wegen des Verbrechens nach dem Verbotsgesetz am Landesgericht St. Pölten am Mittwoch: Ein 39-Jähriger aus dem Raum St. Pölten musste sich bei einer Geschworenenverhandlung verantworten. Laut Anklage hatte er sich "im nationalsozialistischen Sinne betätigt, indem er an unbekannte Empfänger 63 verschiedene WhatsApp-Nachrichten verschickte". Zudem soll er auch ein NS-Liederbuch auf seinem Mobiltelefon gespeichert gehabt haben.

Der Angeklagte – wegen schwerer Körperverletzung vorbestraft – soll die WhatsApp-Nachrichten mit bedenklichen Bildern versehen haben. So soll auf einem der Bilder ein Hakenkreuz im Intimbereich einer Frau zu sehen gewesen sein.

Der heute 39-Jährige soll früher in der Skin-Head-Szene aktiv gewesen sein, beim Prozess gab er aber an, damit nichts mehr zu tun zu haben und nur noch "geschichtlich interessiert" zu sein.

Weiteres Detail: So soll der Angeklagte in seinem Zuhause einen Lagerraum mit bedenklichen Stücken eingerichtet haben, den er selbst "Mein Lager" genannt haben soll.

Ein früherer Freund brachte den Fall ins Rollen, bei der Festnahme soll der 39-Jährige ein T-Shirt mit deutschen Soldaten drauf angehabt haben, dazu der Schriftzug "Bei Opa war alles in Ordnung".

Das Urteil: Drei Jahre teilbedingte Haft, davon zwei Jahre bedingt.

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