65. Berlinale mit zahlreichen Stars eröffnet

Blitzlichtgewitter am Potsdamer Platz in Berlin: Mit prominenten Gästen aus dem Filmgeschäft, darunter auch Christoph Waltz, hat am Donnerstagabend die 65. Auflage der Berlinale begonnen. Oscar-Preisträgerin Juliette Binoche (50) nahm die Festivalzuschauer im Eröffnungsfilm "Nobody Wants the Night" (übersetzt: Niemand will die Nacht) mit nach Grönland.
Blitzlichtgewitter am Potsdamer Platz in Berlin: Mit prominenten Gästen aus dem Filmgeschäft, darunter auch Christoph Waltz, hat am Donnerstagabend die 65. Auflage der Berlinale begonnen. Oscar-Preisträgerin Juliette Binoche (50) nahm die Festivalzuschauer im Eröffnungsfilm "Nobody Wants the Night" (übersetzt: Niemand will die Nacht) mit nach Grönland.

Gemeinsam mit dem diesjährigen Jury-Präsidenten, dem US-Filmemacher Darren Aronofsky, eröffnete Intendant Dieter Kosslick die Filmfestspiele. Insgesamt stehen bei der bis zum 15. Februar dauernden Berlinale 441 Filme auf dem Programm. Zu den Vorführungen werden mehr als 400.000 Kinofans erwartet. Der Goldene und die Silbernen Bären werden am 14. Februar verliehen.

Durch die gut eine Stunde dauernde Eröffnungsgala führte wie schon im vergangenen Jahr Moderatorin Anke Engelke. Im beigefarbenen Kleid mit Schleppe begrüßte sie die zahlreichen bekannten Gäste aus dem nationalen wie internationalen Filmgeschäft. Im Publikum saßen etwa Volker Schlöndorff, Christoph Waltz, James Franco, Iris Berben, Matthias Brandt, Christian Berkel und Andrea Sawatzki.

Brühl & Tautou in Jury

Der heurige Jury-Präsident und Filmemacher Aronofsky war unter anderem für die erfolgreichen Filme "The Wrestler" und "Black Swan" verantwortlich. Neben ihm sitzen in der siebenköpfigen Jury etwa der deutsche Schauspieler Daniel Brühl, seine französische Schauspielkollegin Audrey Tautou und der Macher der Serie "Mad Men", Matthew Weiner.

Bei dem elftägigen Festival werden auch Stars wie Nicole Kidman, Robert Pattinson, Natalie Portman, Helen Mirren, James Franco und Ian McKellen erwartet.

Weltpremiere für Drama von Isabel Coixet

Die Reise war fantastisch, bildgewaltig und voller Abenteuer, Gefahren, Schmerz, Liebe und Selbstfindung. Mit der Weltpremiere des packenden Dramas der spanischen Regisseurin Isabel Coixet ("Mein Leben ohne mich") wurde das Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären eröffnet. Coixet konkurriert mit 18 weiteren Filmemachern im offiziellen Wettbewerb um die Berlinale-Trophäen, darunter Werner Herzog ("Queen of the Desert") und Andreas Dresen ("Als wir träumten").

Coixets Drama, von historischen Ereignissen und der wahren, aufregenden Lebensgeschichte einer starken Frau inspiriert, lebt vor allem von seiner starken Hauptdarstellerin. Die Französin Binoche ("Der englische Patient") spielt in dem Film die US-amerikanische, exzentrische High-Society-Lady Josephine Peary, die im Jahr 1908 ihrem heiß geliebten Mann, dem berühmten Arktis-Forscher Robert Peary, ins ewige Eis nachreisen will. Gegen alle Warnungen bricht sie gemeinsam mit dem erfahrenen Forscher Brum (Gabriel Byrne/"Miller's Crossing") Richtung Nordpol auf.

Erst zweite Eröffnung durch eine Regisseurin

Es ist erst das zweite Mal in der Geschichte der Berlinale, dass das Festival von einer Regisseurin eröffnet wurde. Zuletzt war 1995 die deutsche Filmemacherin Margarethe von Trotta ausgewählt worden, zum Berlinale-Auftakt ihr Drama "Das Versprechen" zu zeigen. In diesem Jahr stammt gut ein Viertel der insgesamt 441, in verschiedenen Festival-Reihen laufenden Berlinale-Filme von Regisseurinnen - es wird also ein Festival der starken Frauen.

Die Spanierin Coixet und die Französin Binoche sind echte Berlinale-Stammgäste. Coixet hat bereits sechs Mal ihre neuen Filme auf dem Festival gezeigt, das Drama "Mein Leben ohne mich" über die letzten Wünsche und Erledigungen einer krebskranken Frau und "Elegy" nach dem Roman "Ein sterbendes Tier" von Philip Roth liefen in der offiziellen Bären-Konkurrenz. Binoche hat ebenfalls schon mit sechs ihrer Filme Premiere bei der Berlinale gefeiert, darunter mit "Chocolat", "Der englische Patient" und "Die Liebenden von Pont-Neuf".

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