7,5 Jahre Haft für Pink Panther mit dem Blumenstrauß

Bild: LPD Steiermark

Am Montag wurde am Grazer Landesgericht ein 30-jähriger Serbe, der Mitglied der Räuberbande Pink Panther ist, für den Überfall auf den Juwelier Schullin zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt (nicht rechtskräftig).

Der Mann hatte einen Blumenstrauß in der Hand, als er im Februar 2015 an die versperrte Sicherheitstür des Grazer Geschäfts klopfte. Dies ließ ihn unverdächtig genug aussehen, dass eine Angestellte ihm öffnete. 

Im Inneren des Juwelierladens zückte er dann eine Pistole und raubte 129 Uhren im Gesamtwert von 767.000 Euro sowie etwas Bargeld - verzichtete allerdings auf eine Maskierung. Vor Gericht bestritt der Angeklagte die Vorwürfe gegen ihn, behauptete dass der Mann auf den Überwachungsvideos ihm zwar ähnlich sehe, die Polizei jedoch alles konstruiert habe.

Im Zuge der Ermittlungen wurden in seinem Bankschließfach auch 200.000 Euro gefunden, von denen er nicht schlüssig erklären konnte, wo er sie her habe. Nach mehreren Verhandlungstagen kam jetzt das Urteil: Siebeneinhalb Jahre Haft (nicht rechtskräftig).

Rosa Panther aus Serbien

Die Pink Panther sind ein Zusammenschluss serbischer Krimineller, die streng hierarchisch organisiert sind. Während die Hintermänner in der Heimat mit der Beute groß abkassieren, werden als Räuber in ganz Europa meistens Männer eingesetzt, die so ihre (Spiel)Schulden abzahlen müssen.

Der Name der Bande geht auf Ermittler der englischen Kriminalpolizei zurück: Sie schnappten einige Räuber nach einem Überfall 1993 in London, die ihre erbeuteten Diamanten in einer Dose Gesichtscreme versteckt hatten - so wie es in der Kult-Krimikomödie "Pink Panther" mit Peter Sellers alias Inspektor Clouseau passiert war.

 

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