Video-Call-Dienste wie Microsoft Teams oder Zoom sind aus dem Arbeitsalltag kaum noch wegzudenken. Doch viele Nutzer wissen nicht, dass ihre Chatverläufe, Protokolle und geteilten Dateien möglicherweise in die Hände von US-Behörden gelangen könnten.
Der Grund dafür ist der sogenannte US-Cloud-Act: Dieses Gesetz verpflichtet amerikanische Unternehmen dazu, auf Anfrage Kundendaten an US-Regierungsbehörden herauszugeben. Und zwar auch dann, wenn die Daten auf Servern in Europa gespeichert sind.
Wer die Kontrolle über seine sensiblen Daten behalten möchte, sollte daher auf europäische Teams-Alternativen setzen, wie heise online berichtet. Sieben Dienste werden dabei empfohlen: Nextcloud Talk, Pexip, OpenTalk, alfaview, Proton Meet, kMeet und Inklusiva Call.
Diese Anbieter unterliegen nicht dem US-Cloud-Act und arbeiten DSGVO-konform. Gerade für Unternehmen mit sensiblen Daten kann das entscheidend sein. Auch die EU-Kommission hat das Problem erkannt und testet derzeit selbst Open-Source-Alternativen für ihre interne Kommunikation.
Ein weiterer Vorteil einiger europäischer Dienste: Sie bieten Funktionen für barrierefreie Meetings. So wird etwa Inklusiva Call speziell für Menschen mit Einschränkungen entwickelt. Damit können alle Teilnehmer problemlos an Videokonferenzen teilnehmen.