72 Infizierte: Deutsches Hotelschiff unter Quarantäne

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Ein Norovirus hat das Programm einer dreitägigen Kreuzfahrt auf dem Rhein in Deutschland am Wochenende gehörig durcheinandergebracht: 72 Passagiere und Crewmitglieder an Bord der "MS Bellriva" mussten nach Angaben der Einsatzleitung bis Sonntag wegen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall behandelt werden. Das Schiff wurde in Wiesbaden vorübergehend unter Quarantäne gestellt. Einen ähnlichen Vorfall gab es auf einem zweiten Schiff rheinaufwärts.

Ein Norovirus hat das Programm einer dreitägigen Kreuzfahrt auf dem Rhein in Deutschland am Wochenende gehörig durcheinandergebracht: 72 Passagiere und Crewmitglieder an Bord der "MS Bellriva" mussten nach Angaben der Einsatzleitung bis Sonntag wegen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall behandelt werden. Das Schiff wurde in Wiesbaden vorübergehend unter Quarantäne gestellt. Einen ähnlichen Vorfall gab es auf einem zweiten Schiff rheinaufwärts.

"Wir können eindeutig sagen, dass es sich um eine Art des Norovirus handelt", sagte ein Sprecher der Einsatzleitung in Wiesbaden unter Verweis auf Laboruntersuchungen. Der Geschäftsführer des Reiseanbieters sagte, es sei bestätigt, dass das Virus von außen auf das Schiff gelangt sei und "nichts Schadhaftes im Essen oder Trinken war". Die Betroffenen hätten sich das Virus möglicherweise auf Weihnachtsmärkten eingefangen. Das Schiff solle am Montag gründlich desinfiziert werden.

Während der Quarantäne hatten Besatzungsmitglieder und Passagiere den Schiffsanleger in Wiesbaden-Biebrich nicht verlassen dürfen. Die Quarantäne wurde am Samstagnachmittag von den Gesundheitsbehörden aufgehoben, nachdem die Ursache für die zahlreichen Erkrankungen geklärt war.

Ähnlicher Vorfall in Straßburg

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich auf einem anderen Rhein-Kreuzfahrtschiff weiter südlich. In Straßburg wurden am Samstagabend sechs Passagiere wegen einer mutmaßlichen Lebensmittelvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Insgesamt hätten rund 70 Reisende über Beschwerden wie Übelkeit und Durchfall geklagt. An Bord des Schiffes eines Schweizer Reeders befanden sich insgesamt 214 Menschen. Die genaue Ursache für die Erkrankung war noch unklar.

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