73,1 Prozent! Luger bleibt Bürgermeister von Linz

ÖVP-Kandidat Bernhard Baier (li.) gratuliert Klaus Luger zum Wahlsieg.
ÖVP-Kandidat Bernhard Baier (li.) gratuliert Klaus Luger zum Wahlsieg.FOTOKERSCHI.AT / APA / picturedesk.com
Wer regiert Linz in den kommenden sechs Jahren? Seit 17.04 Uhr ist sicher: Luger bleibt Bürgermeister von Linz.

Bei der Bürgermeisterwahl in Linz vor zwei Wochen kam Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) auf 43,7 Prozent, ÖVP-Herausforderer und Vizebürgermeister Bernhard Baier auf 16,4 Prozent.

Wie schon 2015 mussten die beiden wieder in die Stichwahl. Damals gewann Luger deutlich mit 61 Prozent.

 Und heuer? Da kam Luger wohl auf ein noch besseres Ergebnis. Nämlich auf 73,1 Prozent. Baier kam auf nur 26,9 Prozent.

Meganiedrige Wahlbeteiligung

Wahlberechtigt waren am Sonntag übrigens 152.604 Linzer. Bei schönem Wetter gingen allerdings nur 30,3 Prozent zur Wahl.

 Hatte der Chat-Skandal und die Regierungskrise Auswirkungen auf die Wahl? "Aus meiner Sicht: Ja!" sagte Bernhard Baier im "Heute"-Interview. 

Und weiter: "Man sieht das an der niedrigen Wahlbeteiligung. Das ist ein alarmierendes Signal. Vor dem Hintergrund der Regierungskrise war kein besseres Ergebnis zu erwarten."

Und der alte und neue Bürgermeister Klaus Luger sagt: "Ich bin sehr glücklich über dieses klare Ergebnis, sehr dankbar."

Noch-Landesrat Klinger bleibt Bürgermeister

Mit Spannung erwartet wurde auch das Stichwahl-Ergebnis in Gaspoltshofen (Bez. Grieskirchen). Dort standen sich Noch-Landesrat Wolfgang Klinger (FPÖ; er wird seinen Landesratsposten verlieren, weil die FPÖ nach der Landtagswahl nur noch zwei Landesräte stellt) und Johannes Höftberger (ÖVP) gegenüber. Klinger gewann mit 55,2 Prozent (1.184 Stimmen), Höftberger bekam 962 Stimmen (44,8 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei 73,7 Prozent.

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Erster grüner Bürgermeister im Land

Riesen-Überraschung in der Gemeinde Attersee (Bez. Vöcklabruck): Dort gewann Rudolf Hemetsberger (Grüne) mit 59,9 Prozent gegen Philip Weissenbrunner (ÖVP; 40,1 Prozent). Hemetsberger ist der erste grüne Bürgermeister Oberösterreichs.

Fünf neue SPÖ-Bürgermeister

Die SPÖ stellt zum ersten Mal nun den Bürgermeister in Dimbach, St. Georgen am Walde, Ried im Traunkreis, Steyregg und Pichl bei Wels. "Ein schöner Tag für die SPÖ in Oberösterreich", so Landesvorsitzende Birgit Gerstorfer.

 Und ihr Landesgeschäftsführer Georg Brockmeyer spricht von einem "Denkzettel gegen System-Kurz". "Oberösterreichs Gemeinden sagen 'Nein' zur türkisen Korruption."

Mega-Überraschung in Freistadt

In Freistadt setzte sich Christian Gratzl (SPÖ) überraschend gegen ÖVP-Bürgermeisterin Elisabeth Teufer durch. Gratzl kam auf deutliche 59,4 Prozent der Stimmen, Teufer auf 40,6 Prozent.

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