77-Jähriger als Stalker vor Gericht wegen alter Säge

Der 77-Jährige kam mit dem Rad zum Gericht.
Der 77-Jährige kam mit dem Rad zum Gericht.Bild: Daniel Schreiner

Wegen beharrlicher Verfolgung musste ein Rentner am Montag in St. Pölten auf die Anklagebank: Er hatte seine Kreissäge nicht zurückbekommen und wurde zur Nervensäge ...

Noch zu den Zeiten des Alpendollars hatte ein bald 78-jähriger Mostviertler um 1.000 Schilling eine Kreissäge erworben. Diese lieh er fürs Holzschneiden her, bekam sie aber nicht zurück. In der Folge ärgerte sich der Pensionist maßlos darüber, rief fünf bis sechs Mal am Tag seinen ehemaligen Holzlieferanten an, kam aber stets auf die Mailbox.

Säge kaputt & Anzeige

Als er den Lieferanten dann doch erreichte, teilte dieser dem 77-Jährigen mit, dass die Säge kaputt sei. Und für den 77-Jährigen kam es noch dicker: Im November musste er nach einer Anzeige zur Polizei wegen des Verdachtes der beharrlichen Verfolgung.

Am Montag stand der Rentner in St. Pölten vor dem Richter. "Ich will nur noch eines: meine Ruhe. Die Säge ist weg", grummelte der Pensionist.

Das Urteil: Eine Diversion – verhält sich der Rentner in der Probezeit von zwei Jahren unauffällig ist die Causa für den 77-Jährigen erledigt. Und er muss die Gerichtskosten in der Höhe von rund 50 Euro zahlen. (Lie)

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