77-Jähriger heiratete junge Frau, bestach Beamtin

Hochzeit mit Hindernissen: Wegen fehlender Dokumente konnte ein Türke (77) eine um 51 Jahre jüngere Tschetschenin nicht zur Frau nehmen. Daher wollte der Bräutigam dem Glück ein wenig nachhelfen.

Ein seit über 50 Jahren in Österreich lebender Türke (Anm.: er kam 1963 nach Österreich) wollte eine junge Tschetschenin zur Braut nehmen, scheiterte fünf Mal am Standesamt im südlichen Niederösterreich an den Dokumenten. Schließlich versuchte er es mit 200 Euro und meinte in Richtung der Standesbeamtin: "Geht es dann schneller?" Die 39-jährige Beamtin verständigte ihren Chef und die Polizei.

Vor Gericht in Wr. Neustadt sprach der angeklagte 77-Jährige jetzt von einem Missverständnis. "Ich wollte der Beamtin doch nur ein Trinkgeld geben." Blöd: Einmal hatte die Schwester der 26-Jährigen den Vermählungsversuch mit dem Smartphone der Braut gefilmt, am Video war deutlich zu hören, wie der 77-Jährige die Beamtin "bearbeitete". Auch, dass der 77-Jährige immer mit seiner Braut dort gewesen sein will, stimmte nicht. Einmal war der Türke alleine am Standesamt aufgetaucht, um mit der Staatsdienerin zu reden.

Strafe und Happy End

"Sie haben mich angelogen", meinte der Richter zum Angeklagten beim Prozess und verurteilte ihn zu drei Monaten bedingter Haft wegen versuchter Bestechung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Übrigens: Es gab doch noch ein Happy End für das Pärchen – der 77-Jährige und die 26-Jährige konnten den Bund der Ehe schließen ... auf einem anderen Standesamt.

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(Lie)

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