Einen drastischen Fall von sexueller Belästigung machte die OÖ-Arbeiterkammer publik. In einem Betrieb musste sich nicht der mutmaßliche Täter verantworten, sondern wurde das Opfer gemobbt und später sogar gekündigt. Vor Gericht bekam die Frau nun 8.500 Euro Schadenersatz zugesprochen.
Wie die AK berichtet, hatte die Frau, die ein abgeschlossenes Studium sowie Erfahrung bei internationalen Unternehmen vorzuweisen hat, gerade erst den Job bei einer Firma in OÖ angetreten, als die Belästigungen durch ihren unmittelbaren Vorgesetzten begannen.
Als sie ihm klar machte, dass sie das nicht möchte, hörte er mit den sexuellen Avancen auf. Doch damit wurden die Probleme der neuen Mitarbeiterin nicht weniger. Denn plötzlich wurde das Tätigkeitsfeld der Frau immer mehr eingeschränkt.
1.000 Euro weniger Gehalt
Als sie sich zur Wehr setzte und die Belästigungen bei weiteren Vorgesetzten meldete, folgte der nächste Schock. Ihr wurde mitgeteilt, dass sie künftig nicht mehr als Verkaufsmanagerin, sondern als Sachbearbeiterin eingesetzt und um 1.000 Euro Brutto weniger verdienen werde.
Da die Betroffenen dieses Vorgehen nicht akzeptierte, wurde sie gekündigt. Daraufhin wandte sich die Ex-Mitarbeiterin an die Arbeiterkammer. Diese erreichte in einem gerichtlichen Vergleich eine Entschädigung in Höhe von 8.500 Euro.
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