Gute Nachrichten für ehemalige Alpine-Mitarbeiter: Fast 4.000 der insgesamt fast 5.000 ehemaligen Mitarbeiter des insolventen Bau-Riesen haben einen neuen Job. 200 von 1.400 Alpine-Baustellen sind vorerst allerdings noch offen.
Gute Nachrichten für ehemalige Alpine-Mitarbeiter: Fast 4.000 der insgesamt fast 5.000 ehemaligen Mitarbeiter haben einen neuen Job. 200 von 1.400 Alpine-Baustellen sind vorerst allerdings noch offen.
Mit Stichtag Donnerstag haben vorerst 3.919 oder 82 Prozent der insgesamt 4.905 wieder Arbeit. Weitere 100 sind befristet noch bis zu drei Monate beim Masseverwalter Stephan Riel beschäftigt, um bei der Abwicklung der Masse aus der größten Pleite der zweiten Republik mitzuhelfen.
"Ein bisschen Stolz" über schnelle Vermittlung
Man sei zwar immer noch geschockt über die Pleite, "aber doch auch ein bisschen Stolz, dass knapp 4.000 Arbeitnehmer - ohne Weg zum Arbeitsamt - schon wieder arbeiten können", sagte Muchitsch. Die Qualifikation der Ex-Alpine-Leute sei eine hohe, daher seien sie bei anderen Baufirmen sehr willkommen. Für die noch übrigen 986 ehemaligen Alpine-Mitarbeiter werde es "hoffentlich auch rasch wieder Jobs geben", so Muchitsch. Ab August würden in allen Bundesländern in denen die Alpine tätig war - also allen außer Vorarlberg - Arbeitsstiftungen bereitstehen.
Wichtig scheint auch, dass es Ex-Alpine-Arbeitern, die nun wiederbeschäftigt sind - möglicherweise aber nach Abarbeitung einer übernommen Baustelle ihre Arbeit wieder los werden könnten - ein späterer Eintritt in diese Arbeitsstiftungen ermöglicht werde. "Dafür gibt es Zusagen", so Muchitsch. Ob des geschnürten "Bau-Konjunkturpaketes" zeigte er sich aber guter Hoffnung, dass nicht alle 986 die noch ohne Arbeit dastehen in die Stiftungen drängen würden. Der Gewerkschafter bedankte sich auch beim AMS, dass die 34 Betriebsversammlungen unterstützte, bei der Arbeiterkammer, dem Insolvenzentgeltfonds und beim Masseverwalter Riel, "der schnell, effizient und zielorientiert arbeitet".
Ex-Mitarbeiter wollen 52 Mio. Euro, 70 Mio. könnten es werden
Alleine im Juni und Juli belaufen sich die Ansprüche der ehemaligen Mitarbeiter der insolventen Alpine Bau beim Insolvenzentgeltfonds auf 52 Mio. Euro, sagte der Gewerkschaft-Bau-Holz-Sekretär Andreas Huss bei der Pressekonferenz. Insgesamt werden die Ansprüche an den Fonds 70 Mio. Euro übersteigen, so GBH-Chef Josef Muchitsch (SPÖ). Genau Zahlen würde es wegen noch erwarteter Bewegung erst Anfang August geben. Gestern war die einmonatige Behaltefrist für die Alpine-Leute ausgelaufen.
APA/red.