"Viele Angehörige verzweifelt"

85-Jähriger hatte nach Hüft-OP keinen Platz im Spital

Ein Linzer (85) wurde nach einer Hüft-OP aus dem Spital entlassen, hatte aber noch keinen Heimplatz. Kein Einzelfall. Angehörige sind oft verzweifelt.
Oberösterreich Heute
06.06.2024, 11:33
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Herr Forstner (Name geändert) aus Linz ist 85 Jahre alt, er lebte bisher alleine zu Hause. In der Nacht von 10. auf 11. Mai stürzte er schwer, schrie verzweifelt um Hilfe. Die Rettung brachte ihn sofort ins Krankenhaus, wo ein Hüftbruch diagnostiziert wurde.

Sofort wurde der Pensionist stationär in einem Linzer Spital aufgenommen, einen Tag später wurde er stationär aufgenommen. Am 24. Mai hätte der Mann dann entlassen werden sollen, es wurde sofort ein Heimantrag gestellt. Ganz einfach, weil Herr Forstner nach der OP nicht mehr alleine wohnen konnte.

Laut Vizebürgermeisterin Karin Hörzing (SPÖ) verlängerte das Spital erst nach längerer Diskussion bis zum 28. Mai. Danach wurde im Seniorenzentrum Spallerhof ein Platz gefunden, wo der angeschlagene Senior dann direkt hinkam.

"Leider nur einer von vielen Fällen"

Vizebürgermeisterin Karin Hörzing zeigte sich gegenüber "Heute" froh, dass sie in diesem Fall helfen konnte: "Das war ja leider nur einer von vielen Fällen, in denen sich verzweifelte Angehörige oder direkt Betroffene an mich gewandt haben, weil sie mit der plötzlichen Pflegebedürftigkeit und der überfallsartigen Ankündigung der Entlassung aus dem Krankenhaus konfrontiert waren", so die Sozialreferentin.

"Auch in einem anderen Fall, dabei ging es um die Katheter-Versorgung eines Patienten, ist uns zum Glück eine Lösung gelungen."

Es verstärke sich der Eindruck, dass die Krankenhäuser generell immer rascher und ohne Rücksicht auf die Lage der Betroffenen Patienten entlassen. "Bei allem Verständnis für die angespannte Situation beim Pflegepersonal, dem müsste nachgegangen und entgegengewirkt werden!" so die Linzer Sozialreferentin.

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