In Klosterneuburg und Korneuburg kennt man das Problem: Will man mit Pkw, Bike & Co. ans "andere Ufer" gibt es zwei Möglichkeiten – die Nordbrücke in Wien oder die Donaubrücke in Tulln. Dazwischen bleibt einem zum Überqueren der schönen, blauen Donau nur die Rollfähre.
Hunderte Radler, Biker und Autolenker, die Staus zu Stoßzeiten umgehen wollen, nutzen das Beförderungsmittel zu Wasser jede Saison. Doch ganz günstig ist der Spaß nicht!
Die (privaten) Betreiber der Donau-Rollfähre Korneuburg-Klosterneuburg verlangen für eine Überfahrt mit dem Pkw inklusive Lenker satte 8,60 Euro. Will man hin und retour löhnt man 15,80 Euro. Radfahrer ab 14 Jahren zahlen 4,90 Euro, will man mit dem Motorrad über die Donau, muss man 6,30 Euro hinblättern.
Die neuen Preistarife erzürnten kürzlich so manchen Passagier. "Da darf man sich nicht wundern, wenn sich die Leute dann für die Straße und nicht für die Fähre entscheiden", so ein Klosterneuburger.
Zum Vergleich: Die von der Gemeinde betriebene Donau-Rollfähre zwischen Weißenkirchen in der Wachau und St. Lorenz verlangt für die Überfahrt eines Pkw plus Fahrer 6,30 Euro. Jene Fähre (ebenfalls von der Gemeinde verwaltet) zwischen Spitz und Arnsdorf (ebenfalls Wachau) 6,10 Euro.