87-Jährige an Heilig Abend 7 Stunden in Lift gefangen

Symbolbild eines Krankenhauses bei Nacht
Symbolbild eines Krankenhauses bei NachtGetty Images
Eine Verkettung unglücklicher Zustände führte dazu, dass am 24. Dezember eine 87-jährige Frau stundenlang im Krankenhaus verschwunden blieb.

Mehrere Einsatzkräfte und Hunde suchten jeden Raum des Krankenhauses in Kärnten ab, doch niemand hatte an den Lift gedacht. Dieser ist nur bis 19.00 Uhr in Betrieb, danach steht er still. Die letzte Pflegevisite gab es bei der Frau um 18.55 Uhr. Diese fünf Minuten haben offenbar ausgereicht.

Die alte Dame hat "den Lift betreten, aber keine Taste gedrückt, um die Tür wieder zu öffnen oder den Alarmknopf zu drücken, daher war sie noch im Lift, bis sie gefunden wurde", erklärt Arnold Gabriel, Vorstand der Kärntner Landeskrankenanstalten-Betriebsgesellschaft.

Lift nur von außen "kontrolliert"

Da der Lift nicht mehr in Betrieb war, konnte er von außen auch nicht mehr so leicht geöffnet werden. Doch ohnehin vermutete niemand die Frau darin, wäre es doch ein großer Zufall gewesen, hätte sie sich genau in den wenigen Minuten zwischen Visite und Betriebsschluss dort eingeschlossen.

Schließlich musste die Polizei alarmiert werden, die mit einem Diensthund das komplette Gebäude absuchte. Wie die "Kronen Zeitung" berichtet, konnte die Frau gegen 2.00 Uhr leicht unterkühlt im Lift gefunden werden. KABEG-Vorstand Gabriel vermutet hinter dem verwirrten Zustand der Frau eine erst kürzlich überstandene Covid-Infektion.

Denn bei der Frau handelte es sich eigentlich um keine demente Person, wie Pfleger berichteten. Aus diesem Grund trug sie auch kein "Fluchtarmband", mit dem Abgängige schnell aufgespürt werden können. Gabriel erwägt, diese in Zukunft auf freiwilliger Basis etwas großzügiger an ältere Patienten zu verteilen. Zudem wurden die Betriebszeiten weiter eingeschränkt.

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