90.000 Kinderpornos: 9 Monate bedingte Haft

Ein Pongauer (40) wurde am Montag wegen des Besitzes tausender Kinderpronos zu neun Monaten bedingter Haft und einer Geldstrafe verurteilt.

Ein Pongauer wurde am Montag vom Landesgericht Salzburg wegen des Besitzes von Kindepornos zu neun Monaten bedingter Haft und einer Geldstrafe verurteilt. Außerdem muss sich der 40-jährige Salzburger in psychotherapeutische Behandlung begeben.

Seit 2013 soll der Angeklagte 90.000 kinderpornografische Dateien gesammelt und teilweise auch an eine unbekannte Zahl von anderen Nutzer weitergegeben haben. Als Motiv gab der Mann an, dass er nach dem Tod seines Vaters in eine Parallelwelt abgerutscht sei.

Der 40-Jährige zeigte sich geständig un reumütig. Der Richter wertete das Geständnis als strafmildernd, nicht jedoch den langen Zeitraum, in dem er die Taten beging. Nun muss der, nicht rechtskräftig, Verurteilte vierteljährlich nachweisen, dass er sich in Therapie befindet. Andernfalls wird ihm vom Gericht ein Bewährungshelfer vorgesetzt.

In einer Reaktion auf das Urteil zeigte sich SPÖ-Landesrätin für Kinder- und Jugendhilfe Anja Hagenbauer entsetzt. Das Urteil behandle die Tat als "Kavaliersdelikt" sagte sie gegenüber den ORF. Sie hätte sich gewünscht, dass der gesetzliche Strafrahmen ausgeschöpft worden wäre.

Peter Egger, Sprecher des Landesgerichts Salzburg, wies die Vorwürfe Hagenbauers zurück. Es seien von der Justiz "alle erforderlichen Vorkehrungen getroffen" worden. Der Staatsanwalt überlegt in Berufung zu gehen, das Urteil ist demnach noch nicht rechtskräftig. (mr)

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