92 Schüler an den nö. Pflichtschulen suspendiert

Ein Maßnahmenpaket gegen Gewalt für Pflichtschulen in NÖ ist in Planung.
Ein Maßnahmenpaket gegen Gewalt für Pflichtschulen in NÖ ist in Planung.Bild: iStock (Symbol)

92 Suspendierungen gab es im Schuljahr 2018/2019 an den nö. Pflichtschulen. Nun plant das Land gemeinsam mit der Bildungsdirektion ein Maßnahmenpaket gegen Gewalt an Schulen.

Zwar waren die Zahlen im vergangenen Schuljahr in Niederösterreich rückläufig. Dennoch laufen jetzt im Hintergrund Gespräche, wie man Gewalt in Schulen noch stärker eindämmen kann.

„Aktuell sind wir gemeinsam mit der Bildungsdirektion dabei, ein Maßnahmenpaket gegen Gewalt an Schulen zu schnüren", so Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (VP) gegenüber „Heute". Geplant seien etwa Anpassungen bei der Hausordnung. Vorgestellt soll das Paket im ersten Halbjahr 2020 werden. Mehr Durchgriffsrechte für Lehrer, wie oft gefordert, sei wiederum Angelegenheit des Bundes.

Laut Daten des Landes habe es im Schuljahr 2018/2019 an den NÖ Pflichtschulen insgesamt 92 Suspendierungen gegeben (2017/2018: 157). Bei den Neuen Mittelschulen sanken die Suspendierungen von 73 auf 40.

Auch die Anzeigen gingen zurück: In den Volksschulen von 18 auf 14, in den Polys von 5 auf 2, in den Mittelschulen blieb die Anzahl bei 34 gleich. Die meisten Anzeigen in der NMS erfolgten wegen Körperverletzung (2018/2019: 25; 2017/2018: 29). Teschl-Hofmeister: „Als Motto des heurigen Schuljahres und Vorgabe für alle Schulen haben wir die Verbesserung der Schulkultur zur Vermeidung von Gewalt jeglicher Art ausgerufen."

Zum Vergleich: In Wien erhöhten sich die Suspendierungen von 278 (2017/2018) auf 334 im Schuljahr 2018/19, die Anzeigen gingen aber um 32 Prozent zurück.

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Good NewsNiederösterreichMartin Schulz

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