Niederösterreich

95-Kilo-Mann bricht auf Sessel ein, klagt nun Möbelhaus

Ein 28-Jähriger setzte sich beim Möbel-Shoppen auf einen Sessel und stürzte ein. Weil der Möbelkonzern nicht zahlen will, wird nun geklagt.
Christian Tomsits
19.09.2023, 17:02
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Gemeinsam mit Freundin Jasmin machte sich Marketing-Fachmann Michael K. am 31. Jänner in ein bekanntes Möbelhaus in Wr. Neustadt (NÖ) auf. "Wir hatten renoviert und wollten neue Einrichtung einkaufen", so der 28-Jährige zu "Heute".  Vor Ort ließ sich der 95 Kilo-Mann auf einen ausgestellten Drehstuhl sacken. Doch ein Metallbein des Sessels gab sofort nach.

Verletzung machte Job unmöglich

"Ich kippte nach hinten auf einen Tisch und krachte dann mit dem Kopf auf den Boden", so der Niederösterreicher, der vor Ort erstversorgt werden musste und mit starken Schmerzen ins Spital kam. "Ich konnte Hals und Schultern monatelang nicht bewegen, hatte höllische Schmerzen", sagt er. Ein Job, den er zwei Tage nach dem Unfall hätte beginnen sollen, kam durch das Cervikalsyndrom (Schleudertrauma) nicht zustande. "Dadurch entgingen mir 10.000 Euro", rechnet er vor.

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"Wir leben in einem Rechtsstaat"

Mit Anwalt Walter Neubauer verlangt er 5.000 Euro Schmerzensgeld. Doch trotz "dem Grunde nach geklärtem Sachverhalt" (Das Möbelhaus gesteht die Schuld ein) weigerte sich der Konzern 15.000 Euro zu zahlen – nun wird die Sache vor Gericht ausgesessen. "Ich will andere ermutigen, sich nicht unterkriegen zu lassen von großen Konzernen. Wir leben in Österreich immer noch in einem Rechtsstaat", so Michael K.