97 Anzeigen bei Wut-Wirtin – jetzt noch ein Nachspiel

In der Linzer Altstadt war es Mitte Jänner zu einem großen Polizeieinsatz gekommen. Eine Barbesitzerin hatte in "Heute" angekündigt, trotz Corona-Verbots, ihr Lokal aufsperren zu wollen.
In der Linzer Altstadt war es Mitte Jänner zu einem großen Polizeieinsatz gekommen. Eine Barbesitzerin hatte in "Heute" angekündigt, trotz Corona-Verbots, ihr Lokal aufsperren zu wollen.foto-kerschi.at
Wegen des Polizeieinsatzes bei der Bar-Eröffnung einer Linzer Wut-Wirtin im Jänner  stellen Parlamentarier jetzt eine Anfrage ans Innenministerium.

Um die Linzer Wut-Wirtin wird es nicht ruhig. Abgeordnete rund um den steirischen FPÖ-Politiker Hannes Amesbauer haben an Innenminister Karl Nehammer eine parlamentarische Anfrage gestellt. Man will Details zum Polizeieinsatz am 11. Jänner beim Badcafe von Wirtin Alexandra Pervulesko (51) beantwortet wissen.

Die Linzerin öffnete "vor den Augen zahlreicher Medien - ihr Lokal in der Badgasse. Eigenen Angaben zufolge, sah sich die Wirtin dazu gezwungen, weil sie ihr Kind nicht mehr versorgen könne. Beim kurz darauf stattgefundenen Polizeieinsatz kassierten 37 Personen insgesamt 97 Anzeigen", heißt es in der Anfrage.

25 Fragen werden an den Innenminister gestellt. Darunter die folgenden:

 Wie viele Polizisten waren bei diesem Einsatz vor Ort?

Auf Basis welcher Informationslage wurde dieser Einsatz vorbereitet?

Waren Sie bzw. Ihr Kabinett über die Vorbereitungen zu diesem Einsatz informiert?

Aufgrund welcher konkreten Delikte oder Straftatbestände wurden diese 97 Anzeigen, jeweils in welcher Anzahl, erstattet?

Kam es im Rahmen dieses Einsatzes zu Konfliktsituationen oder anderen besonderen Vorkommnissen?

Pervulesko hatte die Wiedereröffnung ihres Cafes kurz zuvor in "Heute" angekündigt. Wir berichteten auch online von der Situation von vor Ort. Fast eine halbe Stunde nach der Eröffnung stand auch schon die Polizei mit rund 25 Mann vor der Tür.

Die Personalien von Gästen im Lokal wurden aufgenommen, Anzeigen verteilt. Wenige Stunden später wurde das Lokal behördlich geschlossen. Die Wirtin erhielt von der Stadt Linz ein Betretungsverbot und die mündliche Ankündigung einer Geldstrafe von bis zu 30.000 Euro, festgelegt in einem Bescheid - auf den die Linzerin zuletzt noch wartete.

Gegenüber "Heute" kündigte die 51-Jährige auch an, mit einem Anwalt weitere rechtliche Schritte gehen zu wollen. Hier der Artikel zum Nachlesen. 

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