Vergangene Woche rückten russische Truppen in der Ostukraine vor, bombardierten unter anderem das Dorf Otscheretyne. Auch die 97-jährige Lydia Lominowska ergriff vor den Angreifern die Flucht.
Die alte Frau marschierte zehn Kilometer zu Fuß, bis sie schließlich in einer Notunterkunft Zuflucht fand. "Ich bin gelaufen und gelaufen", schildert die Ukrainerin gegenüber Medien.
Auf ihrer Flucht marschierte Lominowska unter anderem an zerstörten Häusern und toten Soldaten vorbei. Sie selbst habe lediglich Schüsse gehört, jedoch niemanden gesehen. "Fast das ganze Dorf stand in Flammen", erklärt die 97-Jährige. "Heute habe ich gehört, dass die Russen es bereits zur Hälfte eingenommen haben. Ich weiß nicht, was dort los ist."
Nach einem stundenlangen Marsch sei schließlich ein Fahrzeug der ukrainischen Armee an der Frau vorbeigefahren. "Die Soldaten gaben mir zwei belegte Brote, eins davon habe ich gegessen. Ich hatte irgendwie keine Kraft mehr zum Essen", beschreibt die Frau den Moment, als die gerettet wurde. Die Armee habe dann die Polizei gerufen, die sie wiederum nach Pokrowsk in Sicherheit brachte.