A380-Luftwirbel rissen Flugzeug-Insassen fast in den...

Bild: Aktug Ates

Weil ein Airbus A380 den Weg eines kleinen Businessjets kreuzte, wäre dieses beinahe über dem Arabischen Meer abgestürzt. Durch die Luftverwirbelungen des weltweit größten Passagierflugzeugs sackte das Flugzeug 3.000 Meter ab, drehte sich um die eigene Achse. Mit viel Geschick gelang es den Piloten, eine Katastrophe zu vermeiden.

Der Vorfall ereignete sich schon im Jänner, wurde aber erst jetzt bekannt. Nach einem Bericht des "Aviation Herald" flog ein Flugzeug vom Typ Bombardier Challenger 604 der Charterflug-Gesellschaft MHS von den Malediven in Richtung Abu Dhabi, als diesem ein A380 der Fluglinie Emirates von Dubai in Richtung Sydney entgegenkam.

1100 Kilometer südlich des Omans flog der A380 nur 300 Meter über dem kleineren Flugzeug. Die Wirbelschleppen (siehe Erklärung unten) des Flugzeuggiganten erfassten den Business-Jet kurz darauf. Die Piloten verloren die Kontrolle über die Maschine, deren Triebwerke ausfielen und die sich mehrfach um die eigene Achse drehte und dabei 3.000 Meter tief abstürzte.

Den Piloten sei es nur mit "roher Muskelkraft" gelungen, den Flieger abzufangen und die Triebwerke neu zu starten. Mit neun Verletzten an Bord setzte das Flugzeug zur Notlandung in Maskat an. Es kommt einem Wunder gleich, dass die schwer beschädigte Maschine in einem Stück am Boden aufsetzte.
Wirbelschleppen sind zopfartige, gegenläufig drehende Luftverwirbelungen hinter fliegenden Flugzeugen. Ihre Stärke ist vom Gewicht des Flugzeuges abhängig. Daher wissen Fluglotsen, dass sie besonders aufpassen müssen, wenn ein A380 die Wege anderer Flugzeuge kreuzt.

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