Mehr Effizienz, aber bis 20 % weniger Polizisten nachts

Polizeiwagen
PolizeiwageniStock (Symbol)
Bis zu 20 Prozent weniger Polizisten sollen ab 1. Juli Nachdienst machen. Angeblicher Grund: Ein Sparerlass des Bundesministerium für Inneres.

Wenn es nach dem brandaktuellen (heutigen) Sparerlass des Bundesministerium für Inneres geht, werden künftig auf Polizeidienststellen in NÖ bis zu 20 Prozent weniger Beamte Nachtdienst versehen.

Im Einzeln bedeutet das zum Beispiel für den Bezirk Mödling: Auf den betroffenen Dienststellen wie in Brunn, Perchtoldsdorf, Vösendorf und Wiener Neudorf sollen künftig anstatt fünf nur mehr vier Beamte Nachtdienst versehen. Da die vier Beamten zwei Funkstreifenbesatzungen stellen müssen und sich die meiste Zeit im Aussendienst befinden werden, ist eine direkte telefonische Erreichbarkeit dieser Dienststellen in den Nachtstunden nicht mehr gegeben. Und: Die Telefonanrufe zur Nachtzeit werden dann generell nach St Pölten weitergeleitet.

Unterbrechung Aussendienst

Weiterer Kritikpunkt: Im Falle einer Amtshandlung auf der Dienststelle muss der Aussendienst unterbrochen werden. Streifendienst, Schwerpunktkontrollen usw. müssten abgebrochen werden. Bei der Unterbringung eines Häftlings auf den Dienststellen stehen künftig nur mehr drei Beamte für den Aussendienst zur Verfügung, sodass nur mehr eine Funkstreife für den gesamten Überwachungsbereich verfügbar ist.

"Zur Lasten der Bürger"

"Dieser Sparerlass, der zu gewaltigen Nachteilen zur Lasten der Sicherheit der Bevölkerung, aber auch der Polizeibeamten führt, wird von uns entschieden abgelehnt", so der Mödlinger Bezirksobmann der FP, Christoph Luisser. "Die kleinen Posten im Bezirk Mödling, wie etwa Laxenburg, Guntramsdorf, Gumpoldskirchen sind aufgrund des Streifendienstes (Status: jetzt) de facto schon jetzt gar nicht mehr besetzt", schießt Luisser nach. 

Nur: Die Aufregung wirkt dennoch ein wenig übertrieben. Denn: Durch die neue Landesleitzentrale sind die Bezirkszentralen künftig deutlich entlastet.

Das sagt Innenministerium

Aus dem Innenministerium heisst es dazu, dass aus den vier Besetzungsdiensten künftig zwei Streifen gemacht werden. Das heisst, dass statt zwölf ab Juli 14 Nachtdienste verfügbar sind - sprich es wird sogar mehr Aussendienstpräsenz gezeigt.

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