Ab 2017: Mobile Wohnhäuser in Wien

Bild: trans_city ZT gmbh
Um die Wohnungsnot in der Bundeshauptstadt zu bekämpfen sollen 1.000 Wohneinheiten in Leichtbauweise geschaffen werden.
Fertigstellung: Viertes Quartal 2017.
Schnell und flexibel will die Stadt Wohnraum schaffen. In das Soforthilfe-Programm werden 30 Mio. Euro investiert. So funktioniert’s: Genutzt werden Grundstücke, die nur temporär (für fünf bis zehn Jahre) zur Verfügung stehen. Mit Holz- und Leichtbeton wird gebaut. Möglich wird diese temporäre Errichtung von Wohnbauten durch die umstrittene Novelle der Bauordnung, die Ende März im Landtag beschlossen wurde.

Vorteil der mobilen Wohnhäuser laut Stadt Wien: "Die qualitativ hochwertigen Bausysteme, beispielsweise aus Holz oder Leichtbeton, können in etwa sechs bis zwölf Monaten errichtet werden. Das ist rund doppelt so schnell wie bei einer konventionellen Bauweise."

Nachhaltige Wohneinheiten

Die Einheiten seien auch zerlegbar und an anderen Orten wieder aufbaubar - das ermögliche die Nutzung von Grundstücken, auf denen Wohnbau nur für befristete Zeit möglich ist: "Nach Ablauf der Nutzung auf einem Grundstück werden die Bausysteme je nach Gebrauchszustand andernorts erneut aufgebaut oder recycelt."

Heuer fällt der Startschuss für zwei mobile Wohnhäuser mit 330 Wohnungen. Die Projekte werden bis Ende 2017 in der Siemensstraße (Floridsdorf) und in der Podhagskygasse (Donaustadt) errichtet. "Wir schaffen damit flexiblen und besonders kostengünstigen Wohnraum", so Wohnbaustadtrat Michael Ludwig und Bürgermeister Michael Häupl (beide SPÖ).

Voraussetzungen für Mieter

Wer einziehen will, braucht ein Wohnticket (früher: Vormerkschein). Für die Wohneinheiten ist kein Eigenmittelbeitrag vorgesehen, die Miete ist auf 7,50 Euro (brutto) pro Quadratmeter begrenzt. Alle Infos unter:
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