Wirtschaft

Ab August gibt es keine heimischen Äpfel mehr

Schlechte Nachricht für Obst-Fans: Ab August wird es keine heimischen Äpfel mehr geben. Sie sind dann ausverkauft. Daher steigen die Importe.
Heute Redaktion
14.09.2021, 00:12

Ab dem Spätsommer wird es keine heimischen Äpfel mehr geben. Am Stichtag 1. Mai lagen 80 Prozent weniger Äpfel auf Lager als im Vorjahr.

Nach Angaben der Agrarmarkt Austria betrug der Lagerstand bei Äpfeln zum Stichtag 1. Mai noch 12.256 Tonnen. Davon entfielen 9.693 Tonnen auf die Sorte Golden Delicious, 688 Tonnen auf Evelina, 166 Tonnen auf Braeburn und 137 Tonnen auf Gala, der Lieblingssorte der Österreicher. Die Restmenge bestand im Wesentlichen aus den Sorten Jonagold und Idared. Zum Vergleich: Im Vorjahr machte der Lagerstand noch 57.471 Tonnen aus.

Die aktuell niedrige Lagermenge ist die Folge der extrem kleinen Ernte, die im Vorjahr aufgrund der schweren Frostschäden eingebracht wurde. Aufgrund der niedrigen Lagerbestände im Inland müssen die Einfuhren von Tafeläpfeln entsprechend erhöht werden, um den Inlandsbedarf zu decken. Schon im Jänner wurden um 20 Prozent mehr Äpfel importiert als im Vorjahr.

Auch heuer Frostschäden bei Obstkulturen

Temperaturen bis zu minus 6 Grad verursachten auch heuer Ende April vor allem in der Steiermark, in Kärnten, im Südburgenland sowie punktuell in Nieder- wie auch Oberösterreich, in Tirol und Vorarlberg schwere Frostschäden in der Landwirtschaft.

Beschädigt wurden laut Erhebungen der Hagelversicherung vor allem Obst- und Weinkulturen, aber auch Spezialkulturen wie Baumschulen und Spargel. Betroffen sind insgesamt mehr als 12.000 Hektar.

(GP)

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