Ab heute werden Wiens Lehrer und Kindergärtner geimpft

Stichtag für das Bildungspersonal: Im Austria Center Vienna startete heute die Impfrunde für Lehrer und Elementärpädagogen. "Heute" war dabei.

Rund 50.000 Wienerinnen und Wiener arbeiten als Lehrer (rund 27.000), Elementarpädagogen (rund 18.000) oder als Verwaltungspersonal (rund 5.000 Personen) für eine Schule, einen Kindergärten oder Hort. Rund 80 Prozent haben sich für eine Coronaschutzimpfung angemeldet. Das macht rund 35.000 Personen – für die ersten war heute im Austria Center Vienna (Donaustadt) Stichtag. Damit ist Wien das erste Bundesland, in dem das Bildungspersonal "gepiekt" wird.

66 Impfkojen statt Kongresse: ACV mit 9.500 Jauckerl

Auch Michaela Thalhammer (38), Lehrerin an der Berufsschule für Lebensmittel, Touristik und Zahntechnik in Meidling war heute an der Reihe. Mutig stellte sie sich nicht nur Spritze, sondern auch den Medienvertretern, die beim historischen Pieks dabei sein konnten. Mit Termin in der Tasche und gezücktem Impfbogen und e-Card muss Frau Thalhammer zuerst zur Anmeldung. Hier wird geprüft, ob alle Daten stimmen. Die nächste Station ist ein Aufklärungsgespräch mit einem Arzt, passt hier alles, darf die Lehrerin weiter in die Impfloge. 

Derzeit gibt es in den Hallen IT2 und IT3 des ACV, Österreichs größtes Kongresszentrum, 66 Impflogen. Pro Tag können hier rund 9.500 Personen geimpft werden. Und es sollen bald mehr werden: In den nächsten Wochen werden auch andere Hallen des ACV zu Impfhallen umgerüstet. In der Endausbaustufe sollen es 214 sein. Dann können pro Tag rund 30.500 Personen gegen das Covid19-Virus geschützt werden. 

Minister und Stadtrat sehen "Freudentag für Schulen und KiGas"

"Es ist ein Freudentag für die Schulen und Kindergärten, denn die Schutzimpfung ist ein wesentlicher Beitrag dafür, dass sie auch in Zukunft offenbleiben können", freut sich Bildungsstadtrat und Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr. Gemeinsam mit Bildungsminister Heinz Faßmann und dem Wiener Bildungsdirektor Heinrich Himmer ließ er es sich nicht nehmen, beim ersten Impftag für das Bildungspersonal dabei zu sein. 

Vizebürgermeister und Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (Neos) zum heutigen Impfstart für Wiens Lehrer und Co. Video: heute.at

Einen "wirklich guten Tag" sah auch Faßmann. Er freute sich über die hohe Impfbereitschaft des Bildungspersonals. "Rund 80 Prozent haben sich bisher registriert. Das ist ein wichtiger Beitrag, um das Bildungswesen resilienter zu machen", so der Minister. Nach Wien ist morgen in Niederösterreich Impfstart, in den kommenden Wochen folgen auch die übrigen Bundesländer. Faßmann rechnet damit, dass bis etwa eine Woche nach Ostern alle Pädagogen sowie das Verwaltungspersonal mit Erststich durchgeimpft sind. 

"Kleines Piekserl mit großer Wirkung"

Nach nur fünf Minuten hat es Lehrerin Thalhammer geschafft. "Es hat nicht weg getan, es war nur ein kleines Piekserl", lacht sie auf "Heute"-Nachfrage. Es müsse zwar jeder wissen, ob er sich impfen lassen will oder nicht, sie würde es aber raten. "Ich bin dafür, dass sich so viele wie möglich impfen lassen", betont sie.

Es war nur ein "kleines Piekserl", aber mit großer Wirkung. "Von einem kleinen Stich für 35.000 Personen können rund 350.000 Kinder und Jugendliche profitieren", so Bildungsdirektor Himmer. Er geht davon aus, dass mit Juni alle Mitarbeiter des Wiener Bildungswesens, die das wollen, die Zweitimpfung erhalten haben und vollimmunisiert sind. 

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