Wirtschaft

Ab sofort prüft die EU-Kommission

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:34

Die Marktmacht von Konzernen machts möglich: Wir Österreicher zahlen vor allem für Drogeriewaren teils mehr als das Doppelte unserer deutschen Nachbarn. Nun greift endlich die EU ein.

Die Marktmacht von Konzernen macht’s möglich: Wir Österreicher zahlen vor allem für Drogeriewaren teils mehr als das Doppelte unserer deutschen Nachbarn. Nun greift endlich die EU ein.

Eine Studie der AK Salzburg zeigt: Während in der Mozartstadt Nivea Creme (150 ml) im Schnitt 3,67 kostet, müssen die Bayern im nur wenige Kilometer entfernten Freilassing (D) bloß 1,75 hinblättern. Auch viele weitere Beispiele (siehe Tabelle) belegen die laut AK "fantastischen Preisunterschiede". 

Nach jahrelangen Protesten der Arbeiterkammern greift nun die EU ein. In zwei Projekten wird untersucht, ob in bestimmten Regionen bzw. bei speziellen Produktgruppen "Wettbewerbsprobleme" bestehen. Für den "Österreich- Aufschlag" spricht auch die Inflationsrate, die im April mit 1,7 % auf dem höchsten Wert in Europa verharrte. Der tägliche Einkauf wurde gar um 3,5% teurer. Im Vergleich: Im Euroraum betrug die April-Teuerungsrate 0,7%, in der EU 0,8%.

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