Abfallschleuder Heeresküche

Als Müllküche bezeichnen die Gegner die geplante Heeres-Zentralküche in Wr. Neustadt. Und legen Fakten auf den Tisch: keine Kostenersparnis, 731.000 LKW-Kilometer mehr, Tonnen an Verpackung, 150 Fachkräfte und 50 Lehrstellen weniger.
Das Heer muss sparen: In fünf Zentralküchen, eine davon in NÖ, die auch das nördliche Burgenland mitversorgen soll, sieht das Ministerium Potenzial. Nicht so FP-Abgeordneter Christian Hafenecker, selbst Milizsoldat: „Ureigenste Aufgabe eines Heeres ist es, auf eigenen Beinen zu stehen. Wenn wir die Versorgung aus der Hand geben, sind wir im Notfall hilflos!“

Ins gleiche Horn stößt Gewerkschafter Manfred Haidinger: „Wenn die 95 NÖ-Truppenküchen auf eine Zentrale reduziert werden, heißt das auch, dass etwa bei Hochwasser die Truppe nicht mehr sicher versorgt werden kann. Und ohne Versorgung ist keine Hilfe möglich!“

Kritik hagelt es auch wegen des zu erwartenden Müllbergs und wegen des logistischen Mehraufwands. Hafenecker und Haidinger plädieren daher für „Gulaschkanone statt Müllküche“.

Karl Müllauer
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