Abgemagertes Pferd: Das sagt der Fiaker-Chef dazu

Der abgemagerte "Lord" (r.) am Stephansplatz.
Der abgemagerte "Lord" (r.) am Stephansplatz.Bild: VGT
Das Foto einer VGT-Aktivistin von einem völlig abgemagerten Fiaker-Pferd am Stephansplatz sorgt für Aufregung. Nun meldet sich der Besitzer zu Wort.
Die Tierschutz-Organisation Verein gegen Tierfabriken (VGT) veröffentlichte ein Foto, auf dem ein völlig abgemagertes Fiaker-Pferd am Stephansplatz zu sehen ist, bei dem die Rippen und die Gesäß-Knochen deutlich hervortreten. Die Aufnahme wurde am 12. Mai gegen 16 Uhr von einer Aktivistin gemacht.

"Heute.at" hat den Besitzer des Tieres ausfindig gemacht. Seinen Angaben zufolge ist der Wallach 17 Jahre alt und heißt "Lord". "Das Tier wurde am 5. April beim Standplatz am Stephansplatz von einem Amtstierarzt kontrolliert. Da gibt es eine Fahrtenbuch-Eintragung, und da wurde auch nichts beanstandet. Danach gab es auch noch eine Kontrolle im Stall – auch da wurden keine Mängel festgestellt", nimmt Fiaker-Chef Karl N. (51) Stellung.

"Vielleicht hat er nur uriniert"

Auf die Magerkeit von "Lord" angesprochen meint der Unternehmer, der insgesamt sechs Fiaker-Pferde besitzt: "Nur, weil er dünn ist, heißt das nicht, dass er nicht muskulös aufgebaut ist. Vielleicht hat er auch nur uriniert und dabei den Bauch angespannt."

Laut dem Wiener Fiaker- und Pferdemietwagen-Gesetz dürfen nur gut genährte Pferde eingesetzt werden. Der Rechtsexperte des VGT erstattete daher unmittelbar nach dem Bericht der Aktivistin Anzeige wegen Tierquälerei und der Missachtung des Fiaker- und Pferdemietwagen-Gesetzes. "Leider sind Gesetzesübertretungen keine Seltenheit. Am wichtigsten ist es aber, dass es zur Anzeige kommt. Die Fiaker müssen erkennen, dass sie mit Tierquälerei nicht durchkommen", so VGT- Campaigner David Fenzl.

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