Abgeordnete verschiebt Geburt wegen Brexit

Die Abgeordnete Tulip Siddiq sollte ihren Sohn heute zur Welt bringen. Die Brexit-Abstimmung kam dazwischen.

Bei der für heute Abend vorgesehenen Abstimmung im Londoner Unterhaus will die Labour-Abgeordnete Tulip Siddiq auf jeden Fall dabei sein – auch wenn ihr die Ärzte ursprünglich geraten haben, heute ihr Baby per Kaiserschnitt zur Welt zu bringen.

Wie die britische Zeitung „Evening Standard" meldete, will sich die Nichte von Bangladeschs Regierungschefin Sheikh Hasina von ihrem Mann Chris im Rollstuhl zur Stimmabgabe ins Parlament schieben lassen.

Kämpfen lohnt sich

Die Ärzte des Royal Free-Krankenhauses in ihrem Wahlkreis Hampstead & Kilburn in Nordlondon stimmten mittlerweile der Verschiebung des Eingriffs auf Donnerstag zu. Die 36-jährige Labour-Politikerin sagte: „Selbst wenn mein Sohn einen Tag später als von den Ärzten empfohlen das Licht der Welt erblickt, aber dies eine Welt mit besseren Chancen für eine solide Beziehung zwischen Großbritannien und Europa ist, dann lohnt es sich, dafür zu kämpfen."

Siddiq hatte auch ihr erstes Kind, ihre Tochter Azalea (2), mit einem Kaiserschnitt zur Welt gebracht.

(GP)

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